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ejo startet Cloud-Server

Mit ejoPRO können die Ehrenamtler in der evangelischen Jugendarbeit auf einen eigenen Cloud-Service zurückgreifen.

Mit „ejoPRO“ können die Ehrenamtler in der evangelischen Jugendarbeit auf einen eigenen Cloud-Service zurückgreifen.
Foto: ejo / Uwe Martens

Oldenburg (pm) – Neue digitale Wege geht die Evangelische Jugend Oldenburg (ejo) in der Zusammenarbeit der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden. Den Aktiven der kirchlichen Jugendarbeit steht jetzt ein eigener Cloud-Dienst zur Verfügung, um Dateien zu speichern, Vorhaben zu planen und miteinander zu kommunizieren. „ejoPRO – Plattform für Beweger*innen“ heißt das Projekt, das vom Landesjugendpfarramt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg gemeinsam mit dem ejo-Vorstand initiiert wurde.

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Die Plattform kann etwa von regionalen Freizeitenteams zur Vorbereitung genutzt werden oder zur Entwicklung von Projekten über Kirchenkreisgrenzen hinweg. Sie hilft aber auch, wenn Aktive der ejo nach großen Veranstaltungen wie einer Vollversammlung oder den Himmlischen Fortbildungstagen miteinander in Kontakt bleiben und sich austauschen wollen.

Im Mittelpunkt steht eine kleine orange-farbene Box des Hamburger Start-Up-Unternehmens Protonet – ein sogenannter Private Cloud Server. Auf diesem Server läuft eine Software, die auf einfache Weise eine Projektorganisation ermöglicht: Terminplanung, Aufgabenlisten, Datenspeicherung und Chat sind die wesentlichen Elemente für die Zusammenarbeit. ejoPRO funktioniert wie ein ganz normaler Cloud-Dienst. Alle Daten sind weltweit über einen Internetanschluss abrufbar. Sie werden aber nicht bei Drittanbietern gespeichert, sondern bleiben auf dem eigenen Server und damit in den Händen der ejo.

„Die ejo holt sich auf diese Weise ihre Datenhoheit zurück“, erläutert Uwe Martens, PR-Referent im Landesjugendpfarramt und einer der Impulsgeber des Projektes. Die Nutzung von Speicherdiensten wie Google Drive und Dropbox gehöre nun für die ejo der Vergangenheit an. „Das ist unsere Antwort auf die Daten-Skandale um den NSA und andere Geheimdienste – wir stellen uns damit auch unserer netzpolitischen Verantwortung als Jugendverband“, so der Bildungsreferent. Sicherheit steht ganz oben: Die Nutzerrechte können sehr detailliert festgelegt werden und die Datenübertragung erfolgt hoch verschlüsselt.

Neben dem Projektmanagement und dem Schutz der Privatsphäre geht es bei ejoPRO auch um Partizipation. „Wir wollen gerade auch den Ehrenamtlichen gute und sichere Bedingungen für die Kommunikation ermöglichen“, sagt Lucas Scheel, Fundraising-Referent des Landesjugendpfarramts, der gemeinsam mit Uwe Martens die Idee zu ejoPRO entwickelt hat. Folgerichtig wird die Umsetzung des Projektes von zwölf Ehrenamtlichen koordiniert, die das Konzept weiterentwickeln und die Administration übernehmen.

Martens und Scheel fungieren als Berater im Hintergrund. „Auch Hauptamtliche sollen ejoPRO natürlich nutzen“, sagt Lucas Scheel. „Aber die Leitung liegt in ehrenamtlicher Hand. So soll gerade den Ehrenamtlichen ein zusätzlicher Anreiz für eigenes Ausprobieren in der Jugendarbeit gegeben werden.“ Und Uwe Martens ergänzt: „ejoPRO ist ein Raum zum Experimentieren, eine überall verfügbare Ideenschmiede.“

Das Landesjugendpfarramt in Oldenburg nutzt diese Technologie bereits seit einem Jahr erfolgreich als Kooperationsplattform für Hauptamtliche. Durch die Erweiterung für Ehrenamtliche sieht sich die Jugendarbeit gut gerüstet für einen Aufbruch in die digitale Zukunft. „Unsere Art zu kommunizieren wird sich verändern – ejoPRO ist dazu ein wichtiger Baustein“, ist Uwe Martens überzeugt. „Wichtig ist, dass unser neues Projekt kein Selbstzweck ist – es soll unsere Kinder- und Jugendarbeit weiter voranbringen“, sagt sein Kollege Lucas Scheel.

Weitere Informationen zu „ejoPRO – Plattform für Beweger*innen“ gibt es unter www.protonet.ejo.de.

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