Oldenburg

Sexuelle Belästigung: Richtig reagieren

Die Broschüre „Meine Grenzen setze ich!“ klärt über Formen von sexueller Belästigung auf und gibt Hinweise, wie Frauen damit umgehen können.

Die Broschüre „Meine Grenzen setze ich!“ klärt über Formen von sexueller Belästigung auf und gibt Hinweise, wie Frauen damit umgehen können.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (cb/pm) Das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg gibt eine Broschüre heraus, in der die vielfältigen Formen von sexueller Belästigung erläutert werden. Zusätzlich gibt es Hinweise, wie sich Frauen und Mädchen wehren oder sich Unterstützung holen können. Die Broschüre „Meine Grenzen setze ich!“ besteht zusätzlich aus Hintergrundinformationen und Kontaktdaten von Ansprechpersonen in Oldenburg.

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Die Entwicklung dieser Broschüre ist eine von vielen Maßnahmen aus dem „Kommunalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Häusliche Gewalt“, die in den kommenden Monaten und Jahren schrittweise umgesetzt werden sollen. Sexuelle Belästigung oder gar Gewalt üben auch Frauen gegenüber Männern aus oder findet in gleichgeschlechtlichen Beziehungen statt. „Meine Grenzen setze ich“ konzentriert sich auf das häufigste Vorkommen – Männer, die Frauen belästigen.

Die Formen der sexuellen Bedrängung sind sehr vielfältig: Anzüglichkeiten, zweideutige Witze, körperliche Berührungen bis hin zum Upskirting (Fotografieren unter dem Rock). Die Definition hängt allerdings von der jeweiligen Person ab, wann zum Beispiel ihre persönlichen Grenzen verletzt werden.

Laut des Gleichstellungsbüros der Stadt Oldenburg haben bereits 60 Prozent der deutschen Frauen sexuelle Belästigung erlebt, 8 Prozent zeigen die Gewalttaten bei der Polizei an und 77 Prozent der Täter stammen aus dem direkten Umfeld. Die Intention der Broschüre besteht darin zu informieren, zu sensibilisieren und zu ermutigen, dagegen vorzugehen.

„Leider nehmen zu viele Frauen Belästigungen quasi schicksalshaft hin“, sagt Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg, „Wir möchten zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, diskriminierenden Übergriffen zu begegnen und sich und andere zu schützen.“

Weitere Informationen über Gewalt an Frauen gibt es auf der Website der Stadt Oldenburg.

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