Personalrat des Kanzleramts warnt vor Stellenabbau

via dts Nachrichtenagentur

Der Personalrat des Bundeskanzleramts warnt vor den Folgen des geplanten Stellenabbaus in der Bundesverwaltung. Unzureichende tarifliche Rahmenbedingungen führten bereits zu Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung offener Stellen und erhöhter Fluktuation, heißt es in einem Schreiben an Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sowie Beamtenbund und Verdi, über welches das „Handelsblatt“ berichtet.

Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, bis 2029 in Ministerien, Kanzleramt, Bundesbehörden und Bundestagsverwaltung „mindestens acht Prozent“ der Stellen abzubauen. Zugleich würden Aufgaben durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit komplexer, warnt der Personalrat. Die geltenden Regeln bedeuteten „bei der Personalentwicklung eine gläserne Decke“. Gemeint ist, dass Beschäftigte zwar anspruchsvollere Aufgaben übernehmen, dies aber oft nicht zu besseren Aufstiegschancen oder höherer Bezahlung führt. Der Personalrat fordert daher eine bundesweit einheitliche und zukunftsorientierte Bewertung von Tätigkeiten.

Das Innenministerium erklärte auf Anfrage der Zeitung, die Personalvertretung habe „kein allgemeinpolitisches oder tarifpolitisches Mandat“. Vorschläge seien am Verhandlungstisch zu klären. Verdi-Vizechefin Christine Behle nannte die Kürzungspläne „eine Fehlentscheidung“. Schon heute seien rund 600.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt, sagte sie dem „Handelsblatt“. Im internationalen Vergleich sei der öffentliche Dienst „eher knapp“ bemessen.

dts Nachrichtenagentur

Anzeige

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenBulgarien: Drohne in Nähe von wichtiger Gaspipeline explodiertNachrichtenUnion kritisiert geplante Steueränderung für VereineNachrichtenGrüne streiten über Lockerung des Lkw-Sonntagsfahrverbots
Startseite Kommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenMotorradfahrer am Kesselberg bei Braunlage schwer verletztNiedersachsenNeuer Gewaltpräventionserlass in Niedersachsen in KraftSport2. Bundesliga: Braunschweig schießt Magdeburg abNachrichtenBahnstrecke Hamburg-Berlin: Nur jeder vierte Zug pünktlichNachrichtenTrumps Ex-Anwalt Todd Blanche als US-Justizminister bestätigtNachrichtenAfD-Politiker Holm bezeichnet Renten-Rebellion als „Rollenspiel“
StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok