Nachrichten

CSU warnt vor sozialer Kälte bei Pflegereform

via dts Nachrichtenagentur

Der CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek hat die Bundesregierung davor gewarnt, bei der anstehenden Pflegereform die Betroffenen zu einseitig zu belasten.

„Eine Reform, die den Kern unseres Sozialstaats aushöhlt, ist keine Modernisierung, sondern ein Kurs in soziale Kälte“, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenmagazin „Focus“. Pflege dürfe nicht „zur Schicksalsfrage der Generationen“ werden.

Insbesondere wandte sich Holetschek gegen den Vorschlag, die gestaffelten Zuschüsse für Pflegeheimbewohner über einen längeren Zeitraum zu strecken. „Wenn die höheren Zuschussstufen künftig erst nach 18, 36 oder 54 Monaten greifen, wie aktuell diskutiert, würde das zwar Milliarden bei der Pflegeversicherung sparen, aber massiv zulasten der Betroffenen gehen“, schreibt der ehemalige bayerische Gesundheitsminister im „Focus“.

Holetschek warnt davor, dass eine Streckung der Zuschüsse laut Studien dazu führen könne, dass bis zu 50 Prozent der Pflegebedürftigen auf Hilfe zur Pflege angewiesen sein könnten. „Das wäre ein klassischer Verschiebebahnhof“, so Holetschek weiter. „Die Pflegeversicherung spart, während Kommunen und Bezirke stärker belastet werden.“ Für ihn stehe fest: „Hilfe zur Pflege darf nicht weiter zum Normalfall werden. Auch das ist eine Frage der Würde.“

Anzeige

dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

88-Jähriger bei Hausbrand in Bremen-Arsten ums Leben gekommen

Nächster Artikel

Zwei Tote bei Absturz eines Kleinflugzeugs in Rheinland-Pfalz

Keine Kommentare bisher

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.