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RCDS und Juso-HSG koalieren

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und die Juso-Hochschulgruppe Oldenburg (Juso-HSG) einigten sich auf einen Koalitionsvertrag über die Zusammenarbeit im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Oldenburg.

Der RCDS und die Juso-HSG haben sich auf eine Koalition geeinigt.
Foto: privat

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Oldenburg (am) – Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und die Juso-Hochschulgruppe Oldenburg (Juso-HSG) einigten sich auf einen Koalitionsvertrag über die Zusammenarbeit im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Oldenburg (acht RCDS und drei Juso-HSG). Sie haben sich insbesondere die Transparenz ihrer Arbeit auf die Fahnen geschrieben und wollen eine starke Stimme für die Studentenschaft gegenüber dem Präsidium sein. Über die Wahlen, die jetzt zu diesem Ergebnis führten, berichtete die OOZ.

„In den vergangenen drei Monaten haben wir intensive Gespräche geführt“, so Daniel Kaszanics, Vorsitzender des RCDS. Die Koalitionspartner hätten eine gute Basis für die Zusammenarbeit gefunden – sowohl inhaltlich als auch persönlich. Die neue Koalitionsvereinbarung markiere einen Neustart in der Arbeit der Verfassten Studierendenschaft und hat als oberstes Ziel, demokratische Strukturen wiederzubeleben und weiterzuentwickeln. Wichtigste Projekte seien die Einführung einer Uni-Card sowie der Neuaufbau und die Verstärkung der Förderung von Fachschaften, Hochschulgruppen, Kultur und Sport sowie einem starkem Sozialreferat. „Besonders wichtig ist uns dabei, den Muff der letzten Jahre hinter uns zu lassen und mit klaren Strukturen und einer starken Öffentlichkeitsarbeit nach außen hin wieder deutlich Präsenz zu zeigen“, so Kaszanics, der sich auf den Neubeginn freut.

Katharina Fischer, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe, ergänzt: „Bei den Verhandlungen lag uns besonders am Herzen, dass wieder ein frischer Wind durch die Verfasste Studierendenschaft weht und die Studierenden wieder eine starke Stimme gegenüber der Politik bekommen. Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass studentische Belange wie der bezahlbare Wohnraum, eine Verbesserung der Busanbindung der Uni sowie eine Ausweitung des Semestertickets auf die aktuelle politische Tagesordnung gelangen.“ Bestehende Strukturen wie die autonomen Referate und die Bereiche Gleichstellung und Vielfalt sollen gestärkt werden.

Um eine klare Struktur zu erreichen, möchten die Koalitionspartner eindeutig zuordenbare Referate für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Uni-Eltern, interne und externe Hochschulpolitik und Fachschaften, Kultur-, Sport- und Hochschulgruppen, Finanzen, Gleichstellung und Diversity, Sozialreferat und Service einsetzen. Als Ziele wurden benannt: Ausbau des WLAN-Netzes, Aufstellung von Wasserspendern, Verbesserung der Verkehrssituation, Stärkung der Zusammenarbeit aller Hochschulen in Oldenburg, studentische Interessen der Stadtpolitik näher bringen und mit Rechenschaftsberichten für Transparenz sorgen. Das Prestigeprojekt ist die Schaffung einer Uni-Card – ein multifunktionaler Ausweis. Die Partner hoffen, noch in dieser Legislaturperiode, die nur ein Jahr dauert, zumindest einen Probelauf durchführen zu können.

Die konstituierende Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) findet am kommenden Mittwoch, 22. April, um 14 Uhr im BIS-Saal der Uni-Bibliothek am Campus Haarentor statt. Die Sitzung ist öffentlich.

StuPa und AStA

Das Studenten Parlament ist das höchste beschlussfassende Organ der Verfassten Studierendenschaft. Zur Zeit hat das StuPa eine Größe von 50 Sitzen. Im StuPa werden die politischen Interessen der Studierenden durch Listen vertreten, ähnlich den Parteien in anderen Parlamenten. Einmal im Jahr wird gewählt. Das StuPa wählt den AStA, das ausführende Organ des Studentenparlamentes für das politische Tagesgeschäft.

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2 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    3. Mai 2015 um 13.55

    Wie kann es sein, daß junge Menschen, die doch gebildet sein wollen, so wenig über die Geschichte zumindest der eigenen Partei wissen (wenn sie schon von der der anderen keine Ahnung haben), daß sie als „Sozialdemokraten“ ernstlich so ein Bündnis eingehen können? Ich beginne so langsam, die Geschichten vom Bildungsnotstand und dem Bestreben, Bildung durch Karrierewillen bis zur Akzeptanz der Menschenverachtung zu ersetzen, zu glauben.
    Na gut, dies Entsetzen, ich weiß, ist letztlich gar nicht so neu. Schon Tucholsky schrieb ja über diese Partei, sie sei „das bescheidene Radieschen, außen rot und innen weiß“. „Skatbrüder sind wir, die den Marx gelesen…“ – nur, daß man den Eindruck bekommt, das mit dem „Lesen“ ist inzwischen sowieso komplett „out“!

    • Karl
      4. Mai 2015 um 7.13

      Wie recht Sie wieder haben. Auch ich sehe dieses Bündnis kritisch, wenn auch aus der entgegengesetzten Perspektive. Auch der Bildungsnotstand ist nichts wirklich Neues. Ein Kommilitone, Mitglied im ehemaligen MSB Spartakus, bezeichnete mir gegenüber einen Großteil seiner Mitstreiter als nicht studierfähig und den Karrierewillen betreffend habe ich hier noch einen Link für Sie herausgesucht:

      http://www.nwzonline.de/wilhelmshaven/verdi-sieht-sich-gezielt-gedemuetigt_a_3,1,194615586.html

      Der dort Genannte war während seines Studiums der überzeugteste Gewerkschafter und Juso, der mir in meinem ganzen Leben begegnet ist.
      Menschen ändern sich halt. Einige früher, andere später.