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Eine „Neue Mitte“ für Kreyenbrück

Spatenstich auf der Baustelle Klingenbergplatz in Oldenburg Kreyenbrück.

Spatenstich auf der Baustelle Klingenbergplatz.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Im Oldenburger Süden geht es weiter aufwärts. Kurz nach dem Start der Bauarbeiten wurden heute auf dem Klingenbergplatz die Pläne für eine „Neue Mitte“ des Stadtteils Kreyenbrück vorgestellt. Der 2500 Quadratmeter große Platz wird komplett neu gestaltet.

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Grundlage für die Neugestaltung ist ein Entwurf des Oldenburger Landschaftsarchitekturbüros Kilian + Kollegen. Das Unternehmen hatte bereits vor drei Jahren einen von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Wie meistens bei großen Bauvorhaben gab es Vorbehalte, Bedenken und Diskussionsbedarf. „Es war wichtig, sich die Zeit zu nehmen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann heute beim offiziellen Spatenstich. Aber nun seien sich alle einig gewesen und die Bauarbeiten konnten kürzlich begonnen werden.

Die Planung sieht vor, den über den Alten Postweg nach Osten hin ausgedehnten Platz mit einem einheitlichen Plattenbelag zu rahmen. Aus Kostengründen wurde auf einen zunächst angedachten Brunnen und einen Klinkerbelag verzichtet. „Der Platz soll jetzt mit einem Betonsteinpflaster gestaltet werden“, so Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Der Betonstein werde aber die gleiche Anmutung haben. „Der vorhandene Baumbestand bleibt weitestgehend erhalten und wird in geschwungene, bepflanzte Inseln integriert, die auch als Sitzbänke dienen sollen“, sagt Nießen.

Einer der Hauptdiskussionsgründe vor Baubeginn war die Zahl der Parkplätze. Von ursprünglich 58 sollten nur elf Parkplätze bestehen bleiben, 13 neue auf dem gegenüberliegenden Gelände entstehen. Jetzt werden weitere 35 zusätzlich auf dem ehemaligen AEG-Gelände zur Verfügung gestellt werden können.

Die Stadt ist zurzeit im Gespräch mit dem Eigentümer des Gebäudes auf dem Klingenbergplatz. Eine passende Lösung ist in Sichtweite. Die Anwohner wünschen sich hier ein Bistro mit Aufenthaltsmöglichkeiten. Und direkt daneben soll ein sogenannter „Hörstuhl“ installiert werden – eine Skulptur, die zum Sitzen und Lauschen der Kreyenbrücker Geschichte einlädt. „Der Platz muss belebt werden“ betont Willi Kolodziej, Vorstandsmitglied des Werbevereins „Die Kreyenbrücker“. Für den „Hörstuhl“ werden noch Sponsoren gesucht, die mit einer Plakette auf dem Kunstwerk verewigt werden. Interessenten finden unter http://watt-art.de/hoerstuehle.html Beispiele.

Die Arbeiten am Klingenbergplatz kosten etwa zwei Millionen Euro und werden voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen. Während der Bauzeit sind die Geschäfte am Klingenbergplatz zu Fuß erreichbar. Der Wochenmarkt ist nur wenige Meter weiter an der Klingenbergstraße / Ecke Alter Postweg zu finden. Da der Klingenbergplatz im Sanierungsgebiet „Soziale Stadt“ liegt, wird der Bau weitgehend aus Mitteln des Städtebauförderungsprogramms finanziert. Der Sanierungsbeirat hat die gesamte Planung begleitet.

Kreyenbrück im Wandel

Es gibt kaum einen Stadtteil in Oldenburg, der sich so wandelt wie Kreyenbrück. „Man merkt richtig, wie es aufwärts geht“, freut sich Klaus Marbold, Vorsitzender des Sanierungsbeirates Kreyenbrück-Nord. Das bunte und junge Kreyenbrück habe mehr Kindertageseinrichtungen und Spielplätze als alle anderen Oldenburger Stadtteile, betont Marbold. Und weitere Ideen seien in Planung bzw. schon in der Realisierung. Unter anderem wird von der GSG das Stadtteilzentrum Klingenbergplatz bis spätestens Anfang 2020 fertiggestellt sein. „Zielvorstellung ist, dass das Gebäude zu einem Magneten für diesen Teil Kreyenbrücks wird und als repräsentatives Kopfgebäude den Eingangsbereich zum späteren Gesundheitsquartier auf dem ehemaligen AEG-Gelände bildet“, schreibt „Der Kreyenbrücker“. Die Gemeinwesenarbeit, Allgemeine Soziale Dienste und die Stadtteilbibliothek werden hier einziehen. Entstehen werden Kleinappartements für das Klinikum und eine Wohngemeinschaft sowie eine Tagespflege der Johanniter Unfallhilfe für an Demenz erkrankte Menschen. Wohnen – auch für ältere Menschen – wird in dem Stadtteilzentrum ermöglicht. Außerdem laufen zurzeit schon die Vorarbeiten für das Gebiet „MediTech Oldenburg“, wo sich Unternehmen der Medizinwirtschaft ansiedeln werden.

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