Wirtschaft

„Total Sozial“ weckt soziales Engagement

Jan-Gerd Indorf, Anne Brandt, Annika Isken und Stefan Greiber informierten in OLdenburg über die Freiwilligenmesse Total Sozial.

Jan-Gerd Indorf, Anne Brandt, Annika Isken und Stefan Greiber (von links) informierten über die Freiwilligenmesse „Total Sozial“.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb) – Berufsorientierung spielt eine große Rolle bei der richtigen Berufswahl. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) sind geeignete Möglichkeiten zur Berufsfindung. Rund 900 Stellen stehen in der Weser-Ems-Region derzeit zur Verfügung. Einige Anbieter aus dem sozialen Bereich stellen ihre Angebote am 6. Februar von 10 bis 16 Uhr im AOK-Gesundheitszentrum am Johann-Justus-Weg 141 in Oldenburg im Rahmen von „Total Sozial“ vor.

„Es ist die vierte Freiwilligenmesse, die die AOK in Oldenburg durchführt“, sagt AOK-Regionaldirektor Jan-Gerd Indorf. „Anfangs waren wir unsicher, ob die Idee fruchtet. Inzwischen kommen rund 500 junge Leute aus ganz Weser-Ems, um sich bei den Anbietern umfassend zu informieren und mit jungen Leuten zu sprechen, die sich mitten im FSJ beziehungsweise im BFD befinden.“

Freiwilligendienst bedeutet, ein Jahr etwas für sich, andere und die Gesellschaft zu tun und dabei mittendrin und nicht nur dabei zu sein. Praxisorientiert mit Profis arbeiten und die soziale Berufswelt hautnah kennenlernen, das finden immer mehr junge Leute interessant, denn die Nachfrage nach diesen Stellen ist in der Region erheblich größer als das Angebot.

Anne Brandt von der AWO und Stefan Greiber von der Johanniter-Unfall-Hilfe bestätigen das und freuen sich über das enorme Interesse. Zumal der überwiegende Teil der Akteure der sozialen Berufswelt treu bleibt. AWO und Johanniter beteiligen sich jedes Jahr an der Freiwilligenmesse, „weil dort eine sehr gute Atmosphäre herrscht, wir mit den jungen Leuten intensiv ins Gespräch kommen und die verschiedenen Berufsfelder vorstellen können“, nennt Greiber die Vorteile von „Total Sozial“. Brandt stellt fest, dass viele Gesprächspartner sich nach der Messe sofort bewerben.

Annika Isken wird auch auf der Messe sein und über ihre Erfahrungen bei den Johannitern berichten. Sie hat das große Los gezogen, denn inzwischen hat sie im Rahmen des FSJ ihr Organisationstalent entdeckt. „Ich arbeite im administrativen Bereich der Flüchtlingshilfe“, erzählt die 23-Jährige. Sie muss sich um Materialbeschaffung und Verpflegung kümmern, Anfragen zur ehrenamtlichen Arbeit beantworten und die Ehrenamtshotline betreuen. Das ist ihr so gut gelungen, so dass sie im Sommer eine Ausbildung bei den Johannitern zur Kauffrau für Büromanagement beginnt.

Auf der „Total Sozial“ werden das Diakonische Werk, die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die AWO und die Katholischen Freiwilligendienste im Oldenburger Land mit Sitz in Vechta über die Möglichkeiten des sozialen Engagements informieren. Parallel dazu gibt es ein Rahmenprogramm. Aktive FSJler berichten über ihre Praxiserfahrungen. Darüber hinaus gibt es Filmvorführungen, in denen die Träger sich und ihre Arbeit vorstellen. Die Besucher können außerdem kostenlos Bewerbungsfotos machen lassen. Der Eintritt ist frei.

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