Wirtschaft

Next Energy mit erweitertem Forschungsportfolio

Das Oldenburger EWE-Forschungszentrum Next Energy hat sein Forschungsportfolio erweitert.

Flexible Solarzelle.
Foto: Next Energy

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Oldenburg (zb) – Das EWE-Forschungszentrum Next Energy in Oldenburg hat sein Forschungsportfolio erweitert, weil eine erfolgreiche Energiewende viele Puzzleteile, die passgenau ineinandergreifen, benötigt. „So müssen unter anderem Konzepte für innovative Technologielösungen erstellt und dafür neue Materialien entwickelt werden. Auch die Mechanismen des Energiesystems selbst werden sich grundlegend ändern, um diese Neuausrichtung der Energiemärkte aktiv mitgestalten zu können“, sagt Institutsleiter Dr. Carsten Agert, der mit seinem Team im Juni auf der Fachmesse Intersolar Europe in München vertreten ist und dort neue Forschungsvorhaben und -ergebnisse präsentiert.

Weil zunehmend fluktuierende erneuerbare Energien eingespeist werden, muss das Stromnetz künftig bis hinunter zur Verteilnetzebene enormen Schwankungen standhalten. Gleichzeitig müssen Speicher- und Umverteilungsstrategien für überschüssige Energie entwickelt werden. „Deshalb erarbeiten wir Konzepte für mehr Flexibilität am Strommarkt“, erklärt Dr. Karsten von Maydell, Leiter des neuen Bereichs „Energiesysteme“.

Stationäre Redox-Flow-Batterien oder die Speicherkapazität von Elektrofahrzeugen spielen in den Überlegungen ebenso eine Rolle wie zum Beispiel die Kopplung von Strom und Wärmesektor. Auch die Steigerung des Eigenverbrauchs von Solarstrom sowie die Optimierung photovoltaischer Systeme, zum Beispiel als Teil von Inselnetzen, liegt im thematischen Aktionsradius des neuen Forschungsbereichs.

„Auf Basis unserer bisherigen PV-Entwicklungen können wir Solarmodule flexibler in Produkte wie Foliendächer oder Kühl-Lkw integrieren. Hier unterstützen sie zum Beispiel die Gebäudeklimatisierung oder das autarke Kühlsystem“, verdeutlicht Bereichsleiter Dr. Martin Vehse und betont: „Damit schließen wir die Lücke zwischen reiner Technologieentwicklung und dem PV-Produkt für den Endanwender“.

Mit den Anforderungen an die Batterietechnik im Gesamtsystem befasst sich der Bereich „Energiespeicher“. Hier geht es darum, wie sich unterschiedliche Faktoren zum Teil überlagern und den leistungsfähigen Betrieb von Batterien beeinträchtigen. „Deshalb haben wir uns darauf spezialisiert, die Einflüsse thermischer und elektrischer Lasten auf das Verhalten kommerziell erhältlicher Zellen und Batteriesysteme zu erforschen“, sagt Bereichsleiter Dr. Wedigo von Wedel.

Welche Faktoren die Alterung von Batteriezellen beeinflussen, untersuchen die Forscher von Next Energy in sogenannten „Post-Mortem-Untersuchungen“. Beispielhaft ist hier die Schädigung der Elektrodenstruktur einer Testzelle nach 3000 Ladezyklen unter dem Lichtmikroskop zu sehen.

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