Wirtschaft

ForWind strahlt international

ForWind-Geschäftsführer Dr. Stephan Barth freut sich über das zehnjährige Bestehen.

ForWind-Geschäftsführer Dr. Stephan Barth freut sich über das Jubiläum.
Foto: ForWind

Oldenburg (zb) ForWind, Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, feierte am Dienstag sein zehnjähriges Bestehen und hat sich inzwischen zu einem bedeutenden Leuchtturm über die nationalen Grenzen hinaus entwickelt.

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Auf dem Gebiet der Windenergieforschung bündelt ForWind die Kompetenzen der drei Universitäten und ist versierter Ansprechpartner für die Industrie. „Wir bieten industrienahe Forschung, Entwicklung und Beratung. Unser wissenschaftliches Spektrum reicht von der Meteorologie über die Materialforschung bis hin zur Integration von Windstrom in das elektrische Netz“, berichtet Geschäftsführer Dr. Stephan Barth. „Außerdem organisierten wir die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften und richten Kongresse und Workshops aus.“

Darüber hinaus bietet ForWind mit dem Weiterbildenden Studium Windenergietechnik und -management das bundesweit erste akademische Weiterbildungsprogramm speziell für die Windenergiebranche. Außerdem können sich an den drei Universitäten Studierende im Rahmen verschiedener Bachelor- und Masterstudiengänge im Bereich Windenergie spezialisieren. Zudem ist ein postgraduales Studium mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien in Oldenburg möglich.

„Zehn Jahre nach seiner Gründung gehört das Zentrum längst zum erfolgreichen Player im Energiebereich“, sagt Barth und führt das vor allem auch auf die interdisziplinäre Arbeit zurück. Hier arbeiten Experten aus verschiedenen Fachrichtungen eng zusammen. Wenn es in Berlin um Energiefragen geht, sitzen Vertreter von ForWind am Tisch der Bundesregierung. Ihr Rat ist gefragt. Auch international gibt es kein bedeutendes Gremium, in dem ForWind nicht vertreten ist.

Somit schafft ForWind Arbeitsplätze und macht die Region wegen seines sehr guten Rufs national und international bekannt. Wissenschaftler aus der ganzen Welt arbeiten mittlerweile mit ForWind zusammen und besuchen das Zentrum. „Sie sind beeindruckt, dass eine verhältnismäßig kleine Universität wie Oldenburg ein solches Zentrum auf die Beine gestellt hat“, erzählt Barth.

Ein zentrales Forschungsgebiet von ForWind ist die Nutzung der Offshore-Windenergie. Das Zentrum ist als einziges deutsches Forschungsinstitut an Forschungsprojekten in allen drei bisher installierten deutschen Offshore-Windparks (alpha ventus, EnBW Baltic 1, BARD Offshore 1) beteiligt.

Der zwischen ForWind und dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) bestehende Verbund ist 2013 offiziell um das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt erweitert worden. Damit existiert ein einmaliger Forschungsverbund Windenergie, der neben teils einzigartiger Forschungsinfrastruktur auf rund 600 Mitarbeiter zurückgreifen kann.

Heute ist ForWind auf 28 Mitgliedsinstitute und -gruppen angewachsen und sieht einer glänzenden Zukunft entgegen. Denn, da ist sich Barth trotz der gegenwärtigen Debatte um die Energiewende ganz sicher, „Windenergie startet als Energietechnologie in Europa durch. Sie ist der Treiber, die wesentliche Säule beim Umbau des Energiesystems.“

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