Wirtschaft

EWE: Ehrgeizige Ziele bis 2020

Dr. Friedrich Wilhelm Janssen und Dr. Werner Brinker stellten heute den ersten EWE Nachhaltigkeitsbericht vor.

Dr. Friedrich Wilhelm Janssen (links) und Dr. Werner Brinker stellten heute den ersten EWE Nachhaltigkeitsbericht vor.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg / zb – Unter dem Titel „Werte schaffen für die Region“ hat die EWE AG heute einen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Darin formuliert das Energieunternehmen seine nachhaltigen Ziele, die bis 2020 erreicht werden sollen. Dabei geht es um die Bündelung von gesellschaftlichem und ökologischem Engagement.

EWE habe sich zwar schon seit Jahren auf dem ökologischen Weg gemacht, doch sei das in der Öffentlichkeit und selbst in kommunalen Parlamenten nicht bekannt genug, berichtete Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker heute bei der Vorstellung des Berichts. So hat EWE ein konzernweites Nachhaltigkeitsmanagement etabliert, das weiter ausgebaut werden soll. Der Nachhaltigkeitsbericht erfasst strukturiert und systematisiert die verschiedenen Aktivitäten.

„Wir haben insgesamt zehn Handlungsfelder definiert, in denen wir uns verbessern wollen“, sagte Brinker. Dazu gehört zum Beispiel die Reduzierung der CO2-Emissionen um 40 Prozent pro erzeugter Kilowattstunde bis zum Jahr 2020 gegenüber 2005. Sparpotenziale sollen aufgedeckt, die Versorgungssicherheit und Netzstabilität sowie die Innovations- und Produktverantwortung sollen optimiert werden. Die Sicherheitsstandards in den Rechenzentren aufwendig geschützt werden, weil es schließlich um sensible Kundendaten geht. Die Gesundheitsquote der Mitarbeiter soll von gegenwärtig 95 auf 97 Prozent gesteigert werden. „Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter abends genauso gesund nach Hause gehen, wie sie morgens gekommen sind“, sagt Dr. Friedrich Wilhelm Janßen, zuständig für die Konzernentwicklung.

Aber nicht nur innerhalb des Konzerns gibt es Handlungsfelder. So sollen auch die Lieferanten in die Pflicht genommen werden, kündigt er an. „Wir haben einen Kodex erarbeitet, den 95 Prozent unserer strategischen Lieferanten bis 2020 anerkannt haben sollen“, sagt er. Dabei handelt es sich unter anderem um Vorgaben zu den Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Geschäftsintegrität. Als Beispiel nannte Janßen die Kabelproduktion.

Es geht also um Imageverbesserung. Dazu gehört mehr Transparenz und nachhaltige regionale Verantwortung. „Wir tragen durch unsere Aktivitäten nennenswert zur Entwicklung der Region bei“, betonte Brinker und erinnerte an die regionale Wertschöpfung durch EWE. „Jeder zweite Euro, den EWE pro Jahr ausgibt, verbleibt in der Region. Im vergangenen Jahr waren das 1,7 Milliarden Euro. Hinzu kommen rund 25.000 Arbeitsplätze, in direkt oder indirekt auf EWE zurückzuführen sind.

Um all diese Fortschritte messbar und international vergleichbar zu machen, beruht der Bericht auf den Standards 4.0 der Global Reporting Initiative (GRI). Er liegt in einer Auflage von 1500 Stück vor und kann online unter www.ewe.com/nachhaltigkeit abgerufen werden.

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2 Kommentare

  1. Dirk
    22. Juli 2015 um 3.07

    Die EWE?

    Die sollte mal andere Baustellen in Angriff nehmen!

    http://www.taz.de/!5204686/

    • Werner Lorenzen-Pranger
      29. Juli 2015 um 20.52

      …nicht zu vergessen der Massenexodus der Kunden nach, nach meiner privaten Meinung, betrügerisch hohen Gas- und Strompreisen vor gar nicht langer Zeit. Seitdem hat meine Familie spätestens alle zwei Jahre einen für uns kostenlosen Berater für günstige Angebote (Internetangebote können trügerisch sein!) – und sie sind alle günstiger als die EWE, auch Gazprom und Vattenfall!