Region

Zugvogeltage sollen Besucher berühren

Peter Südbeck und Christine Barilaro stellten heute das Programm der Zugvogeltage 2016 vor.

Peter Südbeck, Nationalpark-Leiter, und Christine Barilaro, stellvertretende Leiterin des Landesmuseums für Natur und Mensch, stellen das Programm der Zugvogeltage vor.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (zb) Seit 30 Jahren existiert der Schutz des Wattenmeeres. Davon profitieren auch die vielen Millionen Zugvögel, die alljährlich dort Rast machen, um in vier Wochen ihr Gewicht zu verdoppeln, um danach ihren Weg nach Afrika fortsetzen zu können. Doch das Wohl der Tiere hängt nicht nur vom Wattenmeer ab. Wie es um Zugvögel bestellt ist, wodurch sie bedroht sind und wovon sie profitieren, darum geht es vom 8. bis 16. Oktober anlässlich der Zugvogeltage, zu denen der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (NLPV) einlädt.

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Über 250 Veranstaltungen stehen auf dem Programm, das entlang der Küste stattfindet. „Es handelt sich jedoch nicht um klassische Events“, stellt Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks, bei der Programmvorschau heute klar. „Wir leben von Qualität und wollen den Menschen Inhalte möglichst berührend näherbringen. Alle Programmpunkte sind deshalb überschaubar, leicht verständlich und sollen das Bewusstsein für die Erhaltung von Natur stärken. In den vergangenen Jahren ist dieses Konzept aufgegangen“, freut er sich und stellt klar, dass die Angebote während der Zugvogeltage keine zusätzliche Beeinträchtigung des Wattenmeeres bedeuten.

Wie in den Jahren zuvor ist das Programm regionalisiert und in zehn kompakte Programmhefte aufgeteilt. Das Programmheft Jadebusen umfasst Dangast, Fedderwardersiel, Jever, Wangerland, Wilhelmshaven, Oldenburg, Westerstede und Bremen. Das Angebot ist freundlich, fachlich, familiär und breit aufgestellt und spricht nicht nur den Geist sondern auch die Sinne an. Spiel, Spaß und Kulinarik stehen ebenso im Mittelpunkt wie Kunst und Kultur. Selbst die Expertendinner bieten wechselweise kleine wissenschaftliche und kulinarische Häppchen.

Pfuhlschnepfen sind die Wappenvögel der Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Pfuhlschnepfen sind die „Wappenvögel“ der Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Sie haben in der arktischen Tundra gebrütet und treten im Wattenmeer in großen Trupps auf.
Foto: Edgar Schonart / NLPV

Vorträge, Malaktionen, Wattwanderungen, Vogelbeobachtung, Ausstellungen, Gesprächsrunden, Besichtigungen, Konzerte, Gottesdienste, Filme und Ausflüge stehen zur Auswahl, um etwas über den Zusammenhang von Zugvögeln und Wattenmeer zu erfahren. Kinder zwischen vier und 14 Jahre können sich an einem Malwettbewerb zum Thema „Was fressen Vögel im Wattenmeer“ beteiligen. Alle eingesendeten Bilder werden ausgestellt. Außerdem werden unter allen Einsendern zehn hochwertige Ferngläser verlost.

Auch der Zugvogeltage-Aviathlon findet während der Zugvogeltage wieder statt. Dabei geht es um die Frage, wo die meisten Zugvögel beobachtet werden und wo die Vielfalt am größten ist. Dabei werden alle Vogelarten gezählt. Jeder kann zum Erfolg seiner Region oder Insel beitragen, indem Beobachtungen dem nächstgelegenen Nationalpark-Haus gemeldet werden. Die Sieger werden auf dem Zugvogeltag in Horumersiel am 16. Oktober bekannt gegeben. Die Insel und die Region mit den erfolgreichsten Beobachtungen kommen dadurch zu „Ruhm und Ehre“ in Form einer besonders gestalteten Urkunde.

Das vollständige Programm findet sich unter www.zugvogeltage.de.

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