Landkreis Oldenburg

Erlebnismesse mit tiefem Einblick in die Landwirtschaft

Kinder sind aufgefordert, die dickste Kartoffel zu finden und einen Preis zu gewinnen.

Kinder sind aufgefordert, die dickste Kartoffel zu finden und einen Preis zu gewinnen.
Foto: Landtage Nord

Wüsting (zb) Zum 14. Mal finden in diesem Sommer die Landtage Nord in Wüsting statt. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Erleb was“. Veranstalter Helmut Urban erwartet vom 18. bis 21. August auf der 13 Hektar großen Ausstellungsfläche rund 70.000 Besucher aus dem Weser-Ems-Gebiet, aus Westfalen und den Niederlanden. Einerseits handelt es sich bei den Landtagen Nord um eine Erlebnismesse für die ganze Familie, andererseits bietet sie einen tiefen Einblick in die Landwirtschaft. „Genau diese Mischung macht den Erfolg der Veranstaltung aus“, sagt Urban gestern bei der Vorstellung des Messeprogramms in Wüsting.

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Neben zahlreichen landwirtschaftlichen Themen können sich die Besucher auch auf die Bereiche Haus, Garten, Freizeit und Energie freuen. Von Biogasanlagen über Sortenversuche, Tierschauen, Maschinen-, Land und Stalltechnik bis hin zu Modenschauen, alten Treckern und viel Unterhaltung reicht das Programmangebot. Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz mit Hüpfburg und Sandkasten, Ponyreiten, Treckerfahren und ein Maislabyrinth sowie einen Streichelzoo. Wer zwischen all dem Trubel Ruhe sucht, der kann sich auf den Entspannungsweg entlang zahlreicher Sonnenblumen begeben, die eigens dafür gepflanzt wurden.

Die Messe ist bis auf den letzten Meter ausgebucht, obwohl Urban die Ausstellungsfläche neben der Halle in Form eines großen Zeltes erweitert hat. Nach wie vor ist die Nachfrage der Aussteller erheblich größer als das Angebot. Ob Produkte oder Dienstleistungen, die Landtage erfreuen sich größter Beliebtheit. Vermutlich wegen der sehr professionellen Organisation und der 30 Hektar großen kostenlosen Parkfläche direkt am Ausstellungsgelände. Aber noch eines zeichnet die Landtage aus: Die Praxisvorführungen. „Die Besucher haben großes Interesse, Fachleuten über die Schulter zu gucken und mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, sagt Mitorganisator Holger Kreye. Ob Maschinenpräsentationen oder Schafschur – Praxisvorführungen ziehen die Zuschauer magisch an.

Landtage Nord in Wüsting erwarten vom 18. bis 21. August rund 70.000 Besucher.

Landtage Nord in Wüsting erwarten vom 18. bis 21. August rund 70.000 Besucher.
Foto: Landtage Nordd

„Uns geht es darum, aus der Praxis für die Praxis etwas anzubieten. Sozusagen die Bedürfnisse der Besucher anzusprechen, mit ihnen direkt in Kontakt zu treten und zudem eine familiäre Atmosphäre herzustellen“, umschreibt Urban sein Messerezept. „Das ist in all den Jahren aufgegangen, weil die Mischung stimmt.“ Tatsächlich kann dort von der Bratpfanne über den Roboter-Rasenmäher bis hin zum thermischen Unkrautvernichter alles in Augenschein und zudem erworben werden. Hinzu kommen die vielen Tiervorführen mit Pferden, Schafen oder Kühen. Wer wissen will, warum Bienen lebensnotwendig sind, der kann ihr Verhalten in großen Schaukästen beobachten.

Wie im vergangenen Jahr können die Kinder Kartoffeln auf einem Acker einsammeln, sie mit nach Hause nehmen und vielleicht einen Preis für die dickste Kartoffel gewinnen. Äußerst beliebt ist die alljährliche Treckerparade. Historische Trecker und Ackermaschinen, gewienert und herausgeputzt, können während der Landtage auf dem Stand der Treckerfreunde bewundert werden. Das älteste Exemplar ist ein Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936. An allen vier Messetagen findet ein umfangreiches Showprogramm statt unter anderem mit der Polizeireiterstaffel aus Hannover, den Treckerfreunden und Schafscherern.

„Die Landtage wollen sowohl Landwirte als auch Verbraucher aufklären, ein objektives Bild von der Landwirtschaft vermitteln und den Laien einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen“, sagt Urban. „Beide Seiten sollen miteinander ins Gespräch kommen, um sich so ein eigenes Bild von der Situation zu machen.“ Unterstützt wird er dabei von 80 Helfern und dem Deutschen Roten Kreuz. Die Landtage sind täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Das Programm ist unter www.landtagenord.de zu finden.

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    8. August 2017 um 10.01 — Antworten

    Komisch… Das Gülleproblem – und somit Grundwasserüroblem – wird hier NICHT angesprochen. War den professionellen Brunnenvergiftrn das zu peinlich?
    Wäre ja mal schön gewesen, hätte man auch Konzepte zur Gift-Vermeidung vorgestellt – aber das überläßt man wohl schlicht den Wasserwerkern und Verbraucher zahlts ja – statt der kriminellen Täter.
    http://www.news.de/wirtschaft/855671908/preiserhoehung-trinkwasser-grundwasser-mit-nitrat-belastet-wasser-60-prozent-teurer/1/
    Da jeder Mensch Wasser braucht, ist das glatte versuchte Erpressung, wenn der Endverbraucher dafür aufkommen soll. Na, Hauptsache die Maschinen waren schön blankgeputzt…

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