Wechloy

Haltepunkt Wechloy: Er kommt doch noch

Die Bauarbeiten für den Haltepunkt Wechloy haben begonnen.

Die Bauarbeiten für den Haltepunkt Wechloy haben begonnen.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg/am – Mehr als 15 Jahre hat es von der Idee bis zum Beginn der Baumaßnahmen des Haltepunktes Wechloy gedauert. Zurzeit baut die Stadt die Zuwegung. Das ist aber erst der Weg zum Ziel einer Station der Regio-S-Bahn 3, die zwischen Bad Zwischenahn – Oldenburg – Bremen fährt. Die Oldenburger Onlinezeitung fragte nach.

Mitte der 90er Jahre entstand die Idee eines Bahnhaltepunktes in Wechloy für Regio-S-Bahnlinie 3 (RS 3). Hinter Mercedes Rosier und der neuen Finca von Bar Celona soll der Haltepunkt Wechloy Pendlern Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten in der Nähe der Universität Oldenburg bieten. Für die Planung ist die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) zuständig, die Bahn AG baut und die Stadt Oldenburg sorgt für die Wege und die Parkmöglichkeiten. Das Investitionsvolumen der gesamten Maßnahme beträgt rund 3 Millionen Euro inklusive Planung, davon kostet die Station mit Leit- und Sicherungstechnik 1,8 Millionen Euro und die Zuwegung mit Parkplätzen 1,2 Millionen Euro.

Zurzeit baut die Stadt die Zuwegung zur neuen Verkehrsstation, die sowohl über die Ammerländer Heerstraße mit Park & Ride und Bike & Ride-Platz als auch über den Artillerieweg über einen behindertengerechten Fußgänger- und Fahrradweg erreichbar sein wird. Wie die Bahn AG mitteilt, werden im November in nächtlichen Sperrpausen Stahlpfosten mit einer Vibrationsramme in den Boden eingebracht. Der erste Zug soll ab dem Fahrplanwechsel 2014/2015 fahren – ab Dezember 2014, das genaue Datum steht noch nicht fest. „Der Halt in Wechloy ist bereits im Fahrplan der RS 3 einkalkuliert. Die Fahrt wird insgesamt nicht länger dauern als heute“, teilt die NordWestBahn GmbH mit.

Momentan ist die Strecke Bad Zwischenahn – Oldenburg wenig ausgelastet. Laut LNVG fahren 34 Züge täglich auf der Strecke, die jeweils mit 20 bis 30 Fahrgästen besetzt sind. Es sei ein überschaubares Maß. Das soll sich mit der Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes ändern, wenn die erforderliche Anzahl von Ein- und Aussteigern auf mindestens 300 pro Werktag ansteigt. So war es 2010 in der Vorplanung des Bremer Ingenieurbüros hkc zu lesen.

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8 Kommentare

  1. robert nähle
    10. Oktober 2013 um 17.50

    folgender satz erscheint mir doch recht irreführend:

    „Laut LNVG fahren 34 Züge täglich auf der Strecke, die jeweils mit 20 bis 30 Fahrgästen besetzt sind.“

    das kann doch nur für den abschnitt bremen – oldenburg gelten.

    nach meinen beobachtungen sind es insgesamt eher 20 bis 30 fahrgäste täglich die ab oldenburg bis bad zwischenahn in den rs3 zügen mitfahren. dafür fahren dann tatsächlich täglich(!) 34(!) rs3 züge obwohl die wenigen fahrgäste auch bequem in den sowieso regulär fahrenden re & ic zügen platz hätten?
    manchmal sitzt wirklich fast niemand in diesen rs3 zügen, das kann man am bahnübergang artillerieweg deutlich erkennen.
    ohne den haltepunkt wechloy macht es einfach keinen sinn die rs3 züge von oldenburg aus bis nach bad zwischenahn weiterfahren zu lassen, denn sie sind nahezu leer.
    wenn der haltepunkt, der ja eigentlich zum fahrplanwechsel 2010 zeitgleich mit der inbetriebnahme der rs3 linie kommen sollte, nicht da ist, macht das alles keinen sinn & ist zum fenster hinausgeworfenes geld.
    ca 4 jahre werden, wenn der haltepunkt wechloy dann endlich fertig ist & die fertigstellung nicht – wie schon so oft – erneut verschoben wird, nahezu leere rs3 züge zwischen bad zwischenahn & oldenburg sinnlos hin & her gefahren sein.

    was für eine verschwendung! wer zahlt’s?

    • Redaktion
      10. Oktober 2013 um 18.00

      Herzlichen Dank für den ausführlichen Kommentar. Wir sind natürlich auf die von der LNVG übermittelten Zahlen angewiesen und haben ausdrücklich nach der Strecke Bad Zwischenahn – Oldenburg gefragt. Die NordWestBahn GmbH konnte keine Angaben dazu machen.

      • robert nähle
        11. Oktober 2013 um 16.38

        nun ich denke die lnvg mauert, schließlich hat sie es ja verbockt.

        & die stadt oldenburg war ja auch nicht in der lage die lnvg hier ganz einfach mal in pflicht zu nehmen. das finde ich ehrlich gesagt ganz schön peinlich für oldenburg. sie hat ja, so hört man, sogar den förderantrag für das ganze projekt viel zu spät gestellt.

        die nwb konnte keine angaben machen? nun, dann fragen sie die nwb doch einfach mal warum schon seit geraumer zeit nur noch ein anstatt 2 triebwagen, in richtung bad zwischenahn fahren. oder machen sie sich doch ganz einfach mal den spaß mitzufahren. einmal bad zwischenahn & zurück. sie werden begeistert sein… (-;

  2. ersieses
    15. Oktober 2013 um 18.50

    es ist in summe eine absolute FRECHHEIT, was sich die lnvg und die stadt hier leisten. ohne den vorgang im einzelnen besonders zu kennen oder verfolgt zu haben, lässt sich wohl ohne übertreibung sagen, dass der planungseifer und die bürgerorientierung dieser beiden groß-institutionen wirklich nicht den dreck unter dem fingernalgel taugen. man hätte für das geld bei jedem normal begabten bauunternehmer (ohne diese diskeditieren zu wollen) locker 5-6 haltepunkte kaufen können und diese entlang der strecke ol-bad zwischenahn aufbauen können. das sind doch bessere bushaltestellen. wo ist da das problem. und nein – es ist kein witz und auch keine ironie, die strecke ol bad zwischenahn liesse sich auf diese weise tatsächlich sinnvoll nahverkehrstechnisch erschließen. wirklich eine UNVERSCHÄMTHEIT was sich diese beamten…… bzw. die öffentliche hand erlauben. HANEBÜCHEN. BER, Stuttgart, etc. im kleinen.

  3. Mausi
    10. Dezember 2013 um 8.33

    Pendler Richtung Bremen werden den Halt wegen des Park&Ride nutzen, und nicht mehr bis in die Stadt fahren müssen. Auch die Studenten werden dort austeigen. Ich selbst fahre dann nicht mehr nur bis zum Hauptbahnhof sondern weiter nach Wechloy. Die Züge werden voller werden.

  4. robert nähle
    10. Dezember 2013 um 18.42

    wenn der haltepunkt da ist, werden die züge natürlich voll sein. bis dahin werden aber täglich 34(!) züge 4(!) jahre lang nahezu leer durch die gegend gefahren sein. die 3,5 fahrgäste hätten auch bequem in den anderen zügen auf der strecke platz gehabt. was das wohl am ende gekostet haben wird?

  5. holger hadrich
    13. März 2015 um 23.04

    So ein Milleniumsprojekt will auch gut überlegt sein…vor dem grossen Ansturm. Vor 15 Jahren war der direkte Weg zum Bahnübergang Artillerieweg noch nicht so nah…die Gärtnerei Kiel ist nicht mehr da! Warum gibt es eigentlich keine aktuellen Meldungen…beschäftigt es irgendjemand bei der Stadt? Tausende Studierende fahren mit dem Auto zur Uni, während der RCDS 1000 weitere Parkplätze forderte…und dafür auch noch gewählt wurde. Natürlich wäre eine Haltestelle im Schützenweg überlegenswert, Vor allem, wenn sich dies entwickelte…!

  6. robert nähle
    14. März 2015 um 18.09

    na, zum glück haben wir dieses problem nun nicht mehr… /-: