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OMO: Oldtimer zum Verlieben

Nach der erfolgreichen Premiere öffnet am 10. und 11. September die Oldtimer-Messe Oldenburg ihre Tore in den Weser-Ems Hallen.

Andree Castens, Karl-Heinz Hollas, WEH-Auszubildende Ann-Marie Siemen, Robert Schröder (Cornelius & Schröder Autokosmetik) und Jens Goette (von links) lieben die Karossen der Vergangenheit.
Foto: WEH

Oldenburg (am/pm) Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr öffnet am 10. und 11. September die OMO – Oldtimer-Messe Oldenburg – zum zweiten Mal ihre Tore in den Weser-Ems Hallen (WEH). Knapp 90 Aussteller zeigen auf zirka 12.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ihre „historischen Schätzchen“ sowie Produkte und Dienstleistungen.

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„Der abwechslungsreiche Angebotsmix spricht zahlreiche Interessengruppen an und bietet für jede Fragestellung auch kompetente Insider“, so Projektleiterin Ute Bruns. Das sei ein wichtiger Grund, um die Messe zu besuchen, berichten die Aussteller. Denn obwohl natürlich die schönen Personenwagen von damals, die alten Nutzfahrzeuge wie zum Beispiel Traktoren, Unimogs, Busse und Lastwagen, aber auch motorisierte Zweiräder Besuchermagnet sind, freuen sich die Gäste auf die korrekte Beantwortung ihrer zahlreichen Fragen.

So freut sich Karl-Heinz Hollas (Mercedes-Benz R 129 SL-Club.de / Oldenburg) auf viele interessierte Besucher an seinem Stand in der Messehalle, denen er neben etlichen Youngtimer-Fahrzeugen, unter anderem den „gläsernen SL“ des Clubs vorstellen kann. Dieses Exponat entstand in Eigenleistung einiger Clubmitglieder. Hier werden die technischen Highlights demonstriert, die beim Erscheinen dieser Baureihe für Furore sorgten. Dies sind zum Beispiel das hydraulisch zu betätigende Verdeck, die Integralsitze und der Überrollbügel, der sich im Falle eines Überschlages in 0,3 Sek. aufstellt. Weiterhin wird an beiden Messetagen durch den „Verdeck-Spezialisten“ des Clubs eine Erneuerung eines Cabrio-Daches demonstriert. Der in Mercedes-Kreisen bekannte Fachbuchautor Günter Engelen wird sein Buch „Mercedes Benz SL – die Baureihe R129“ auf dem Stand vorstellen und auf Wunsch auch gerne signieren. Der Club trifft sich regelmäßig in Hude, das Motto dieser geselligen Youngtimer-Liebhaber lautet: „Fahren, pflegen, feiern!“

Jens Goette, engagiertes Mitglied der Interessengemeinschaft Flachlandboxer aus Ganderkesee, merkt man seine persönliche Leidenschaft für luftgekühlte Volkswagen wahrlich an. Der Club baut unter anderem eine komplette Restaurationswerkstatt mit einem VW Schnittmotor, einem Abschleppwagen und einem komplett zerlegten Käfer (alle Einzelteile vorhanden) auf. Ferner kann man einen Käfer sehen, der zwölf Jahre im Freien stand und jetzt zur Restauration kommen wird.

Ein Hingucker der besonderen Art ist der Sambabus, der dieses Jahr restauriert wurde. Hier handelt es sich um einen Reisebus von VW. Auch die fünf VW-Gespanne werden bei dem einen oder anderen Besucher Erinnerungen an früher freisetzen. Während eines der Fahrzeuge zum Camper umgebaut wurde, ist das andere noch im Original zu bewundern. Mit von der Partie ist ferner ein VW Kübel mit Wohnwagen – eine mitgebrachte, passende Campingausstattung rundet das Bild auf dem Messestand perfekt ab. Stolz ist Jens Goette auch auf den ausgestellten Formel V Rennwagen, basierend auf einem VW Käfer – der sich auf einem elektrischen Drehteller immer von seiner schönsten Seite zeigt.

Aussteller der ersten Stunde auf der OMO ist auch das Zentrum für Automobilkultur und Mobilität. André Castens berichtet über die zahlreichen Veranstaltungen, die zu diesem Thema im „Schuppen Eins“, einem ehemaligen Kaischuppen und Kulturdenkmal bremischer Hafengeschichte, stattfinden. Auf der OMO möchte er seine Location noch bekannter machen. Zur Messe bringt er einen sogenannten „Hundeknochen“ mit. Es handelt sich dabei um ein Rallyefahrzeug aus den 60er Jahren, einen Ford Escort. André Castens: „Das ist der Wolf im Schafspelz, außen unscheinbar, aber innen eine Höllenmaschine!“ Und er unterstreicht noch einmal nachdrücklich: „Oldtimer sind Fahrzeuge, keine Stehzeuge“ und mit einem attraktiven Ziel für die Ausfahrt habe man die wichtigste Voraussetzung dafür geschaffen.

Besucher, die im eigenen Oldtimer zur OMO anreisen, können gesonderte Parkflächen nutzen. Im Messebüro muss nur der originale Fahrzeugschein vorlegt werden (bis Baujahr 1986), dann wird auch das Parkticket entwertet.

Geöffnet ist die OMO jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro (Kinder bis zwölf Jahren haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt). Weitere Infos gibt es unter www.weser-ems-hallen.de/oldtimer-messe.

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