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Kramermarkt: 1,5 Millionen Besucher in elf Tagen

Am Sonntag endete der Oldenburger Kramermarkt mit einem Großfeuerwerk. Rund 1,5 Millionen Gäste besuchten die 260 Fahrgeschäfte und Buden.

Trotz kleinerer Reparaturen während der Festzeit war der „Predator“ ein Zugpferd des Kramermarktes 2015.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg / zb – Gestern Abend endete nach elf Tagen der Oldenburger Kramermarkt mit einem Großfeuerwerk, und die Bilanz der Schausteller lautet „zufriedenstellend“. Rund 1,5 Millionen Gäste aus der Stadt und der Region besuchten die fünfte Jahreszeit mit 260 Fahrgeschäften, Buden und Festzelten in der Huntestadt, die laut Polizei friedlich verlief.

Der Kramermarkt belegt Platz fünf unter den größten deutschen Märkten, versteht sich als Familienfest und sorgte auch in diesem Jahr für den richtigen Branchenmix und viel Feierlaune. Die Freifläche von 90.000 Quadratmetern an den Weser-Ems Hallen wurde von Marktmeister Thomas Wenzel bis auf den letzten Meter verplant.

„Die Mischung aus Neuheiten und Altbewährtem kam sehr gut an bei den Besuchern“, freut sich Helmut Mondorf, Sprecher der Schausteller. Hier konnten die Besucher klassische Jahrmarktsatmosphäre schnuppern und gleichzeitig Hightech-Power erleben zwischen Bratwurst, Berliner und gebrannten Mandeln. „Predator, ein Fahrgeschäft, das erstmals zu Gast in Oldenburg war, oder der ‚Eurocoaster‘, der länger nicht in Oldenburg stand, entpuppten sich als große Zugpferde“, berichtet er. Zu den Attraktionen gehörte auch eine Wildwasserbahn, „ein Schlachtschiff“, wie der Marktmeister sagt, mit einer Frontlänge von 38 Metern und 69 Meter Tiefe.

„Wer nicht mehr ganz so karussellfest ist, bevorzugte das Riesenrad und genoss den Blick weit über die Stadtgrenzen hinaus.“ Andere begaben sich auf eine historische Zeitreise und unternahmen eine „Fahrt ins Blaue“, so der Name eines historischen Fahrgeschäfts. Hinzu kam das gute Wetter. An fast allen tagen spielte der Wettergott mit. „Das spüren wir natürlich“, freut sich der Sprecher.

Dass der 3. Oktober in diesem Jahr auf einen Samstag fiel, bedauerten die Schausteller. „Samstags ist ohnehin Hochbetrieb auf dem Jahrmarktgelände“, sagt Mondorf. Gut angenommen wurden der traditionelle Laternenumzug mit anschließendem Feuerwerk und der Kramermarktsumzug zum Auftakt. „Weit über 100.000 Menschen säumten die Straßen bis zum Festplatz. Das war ein richtig guter Beginn“, findet Mondorf. „Unser Konzept geht auf. Die Menschen kommen von Verden bis nach Bremerhaven, vom Emsland bis nach Vechta. Und zudem verlief alles friedlich. Das ist das Beste.“

Das bestätigt auch die Oldenburger Polizei. Besondere Vorkommnisse habe es in diesem Jahr nicht gegeben, hieß es gestern auf Nachfrage. Die Parkplätze seien komplett belegt gewesen und bis auf ein paar Taschendiebstähle und Körperverletzungen gab es keine bemerkenswerten Vorkommnisse. „Wenn so viele Menschen zusammenkommen und zudem alkoholisiert sind, geraten immer mal ein paar Leute aneinander. Aber das war nicht auffällig. Aus polizeilicher Sicht verlief der Kramermarkt ruhig.“

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