Oldenburg

JugendFilmTage: Jetzt schnell anmelden

Die Beratungsstelle pro familia, das Casablanca-Kino und die Oldenburgische Aids-Hilfe veranstalten auch in diesem Jahr die JugendFilmTage.

von links: Brigitte Leupelt, GF AIDS-Hilfe, Ralf Monsees, ehrenamtlicher Mitarbeiter, AIDS Hilfe, Christin Kellner, pro familia, Jürgen Glatzel, pro familia.
Foto: privat

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Oldenburg/am/pm – Die Beratungsstelle pro familia, das Casablanca-Kino und die Oldenburgische Aids-Hilfe veranstalten auch in diesem Jahr die JugendFilmTage. Die Filme für Kinder und Jugendliche handeln von den Themen Freundschaft, Partnerschaft, Liebe, Sexualität und Aids. Im vergangenen Jahr nahmen rund 500 Schüler_innen an den Veranstaltungen teil.

Die Filme der JugendFilmTage zeigen nicht nur Dramen, sondern auch das Lustvolle an der Sexualität, erklären die Organisatoren. Dabei würden hetero- und homosexuelle Themen angesprochen. Die Beiträge seien für Schüler_innen ab zehn Jahre bzw. der fünften Klassen geeignet.

Nach den Kinovorführungen findet jeweils eine Fragerunde mit den Schülern statt, daneben werden Infostände aufgebaut sowie Broschüren und Kondome verteilt. Im Nachgang bietet pro familia Beratungen an, Vertreter der Oldenburgischen Aids-Hilfe kommen in die Schulen.

Anmeldungen für einen Film nimmt die AIDS-Hilfe bis Freitag, 13. September, unter 04 41 / 145 00 oder Fax 04 41 / 142 22 entgegen. Dafür muss der Film benannt werden, Datum, Uhrzeit, Schülerzahl, Klasse, Schule und Kontaktdaten sind notwendig.

Programm der JugendFilmTage 2013

Die wilden Hühner und die Liebe

Montag, 23. September, 8.30 Uhr bis 10.20 Uhr
Von Vivian Naefe nach dem Kinderbuch von Cornelia Funke, D 2007, 108 Minuten, frei ab 0 Jahre, empfohlen ab 10 Jahre

Die Sache mit der Liebe ist gar nicht so einfach. Das müssen auch Sprotte, Frieda, Melanie, Wilma und Trude erfahren. Alle „Wilden Hühner“ sammeln ihre ersten Erfahrungen auf dem Gebiet und lernen dabei, dass Liebe nicht unbedingt immer etwas mit Jungs zu tun hat. Auch wenn über den ganzen Irrungen und Wirrungen die Bande auseinander zu brechen droht, am Ende halten sie doch zusammen.

Ein Tick anders

Montag, 23. September, 9.30 Uhr bis 11 Uhr, und Dienstag, 24. September, 8.30 Uhr bis 10 Uhr
Komödie von Andi Rogenhagen, D 2011, 88 Minuten, frei ab 6 Jahren, empfohlen ab 12 Jahren

Eigentlich ist Eva glücklich – auch wenn ihre Familie etwas seltsam ist: Oma sprengt ihren Staubsauger mit China-Böllern in die Luft, Vater sitzt in Schlips und Kragen im Park und schreibt Bewerbungen und Mutter ist im Dauer-Kaufrausch. Und dann ist da noch Evas Tourette-Syndrom, das auch in ihrem Alltag zwar für Probleme sorgt, mit dem sie aber eigentlich gut zurecht kommt. Als aber ihrem Vater ein Job in Berlin angeboten wird, findet Eva das gar nicht lustig. Ein Plan muss her und zwar schnell. Denn eins ist klar: Nach Berlin geht sie auf gar keinen Fall!
Eine warmherzige Komödie über Liebe, Toleranz und die große Herausforderung, einen Tick anders zu sein.

Vielleicht lieber morgen

Montag, 23. September, 10.30 Uhr bis 12.15 Uhr
Von Stephen Chbosky nach seinem gleichnamigen Roman, USA 2012, 103 Minuten, frei ab 12 Jahre, empfohlen ab 14 Jahre

Mit der High School beginnt für viele ein neuer Lebensabschnitt. Die Pubertät, begleitet von ihren üblichen Konflikten und Entdeckungen, kommt dann noch hinzu: Man lässt die Kindheit allmählich hinter sich, nur um gleichzeitig von der Welt der Erwachsenen weiter ausgeschlossen zu sein. Der 15- jährige Charlie kennt dieses Gefühl des Nichtdazugehörens nur zu gut. Er ist der typische Außenseiter, der als Neuling geradezu ehrfürchtig zu den Schülern aus den höheren Klassen aufblickt. Daneben schleppt er aber noch weitere Probleme mit sich herum. Der Selbstmord seines ehemals besten Freundes ist so eines. Andere sind hingegen weniger offensichtlich. Erst als er Sam und Patrick kennenlernt, zwei Schüler des Abschlussjahrgangs, steigt sein vorher nicht vorhandenes Selbstbewusstsein. Plötzlich hat er echte Freunde und wird sogar zu privaten Partys eingeladen.
„Vielleicht lieber morgen“ blickt mit gelegentlicher Wehmut und Nostalgie auf die spannende Phase des Erwachsenswerdens und der ersten große Liebe. Dabei passiert nicht Großartiges, sondern das Alltägliche steht im Mittelpunkt dieses Films.

Männer wie wir

Dienstag, 24. September, 9.30 Uhr bis 11.20 Uhr
Komödie von Sherry Hormann, D 2004, 106 Minuten, frei ab 6 Jahren, empfohlen ab 14 Jahren

Als Ecki, der Torwart einer Fußball-Dorfmannschaft, sich outet, fliegt er hochkant aus seinem Team. Er verlässt das Dorf und schwört seinen Mitspielern, dass er mit einer Schwulenmannschaft zurückkehren und gegen sie antreten wird. In der Großstadt rekrutiert Ecki mit viel Humor und Phantasie seine Mannschaft. Die „Lattenknaller“ setzen alles daran, Eckis Würde wieder herzustellen …

Romeos… anders als du denkst

Dienstag, 24. September, 11 Uhr bis 12.35 Uhr
Von Sabine Bernardi, D 2011, 94 Minuten, frei und empfohlen ab 16 Jahre

Gerade hat Lukas, der als Mädchen auf die Welt kam, sein Coming Out in der Provinz hinter sich gebracht, da tritt er sein neues Leben in Köln an. Doch gleich bei Ankunft im Zivi-Wohnheim landet er als einziger Junge im Schwesterntrakt. Immerhin wohnt da seine beste Freundin Ine, die mittlerweile bestens in die schwul-lesbische Szene der Domstadt integriert ist. Unerwartet befindet er sich inmitten eines neuen Freundeskreises und auch gleich seines ersten Flirts: mit dem attraktiven Macho Fabio. Aus der Faszination der ungleichen Jungs füreinander entwickelt sich mehr – bis Fabio hinter das Geheimnis von Lukas kommt, und nun alle gezwungen sind, etwas für ihre Gefühle zu riskieren. Sabine Bernardi erzählt in ihrem ersten langen Spielfilm „Romeos“ einfühlsam von Lukas, der als Miriam zur Welt kam, und dem schwierigem Leben mit dem Wissen, im falschen Körper geboren worden zu sein. „Romeos“ ist ein Film über Liebe, Freundschaft und ein Transsexualität.

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