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Oldenburger Schlossturm wird saniert

Der Schlossturm des Oldenburger Schlosses wird ab sofort saniert.

Der Turm des Oldenburger Schlosses wird ab sofort saniert.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg/zb/pm – Der Turm des Oldenburger Schlosses wird saniert. Witterungsschäden an der Laterne und der offenen Holzkonstruktion über der Kuppel des Hauptturms werden derzeit untersucht und beschädigte Bauteile sollen bis Ende des Jahres ausgetauscht werden.

Zunächst wird das Schloss über dem Balkon an der Hauptfassade und entlang der Innenhoffassade bis zum Turm eingerüstet. Nach der genauen Analyse des Schadensbildes durch das Staatliche Baumanagement Ems-Weser wird unter Beteiligung des Landesamtes für Denkmalpflege über die weiteren Sanierungsschritte entschieden. Die Planung sieht vor, schadhafte Holzteile an der Laterne zu erneuern und die Konstruktion durch die Anbringung einfach montierter kleiner Holzteile besser zu schützen. Auch die durch Vogelexkremente beschädigten Metalleindeckungen der Kuppel und der Turmspitze sowie die durch Rost beschädigte Krone auf dem Turm werden untersucht, gesäubert und saniert. Schadhafte Fenster und Windschotte und die Umrahmung der Turmuhr sollen ebenfalls erneuert werden.

Die offene Holzkonstruktion der Laterne entspricht einer für Norddeutschland eher untypischen Bauart. Sie entstand, wie der gesamte Turm, in der Regierungszeit Graf Anton Günthers (1603-1667), der das Schloss zu einer Vierflügelanlage nach italienischem Vorbild umbauen lassen wollte. Die Schlossfassade im Renaissance-Stil sollte zur Stadtseite hin einen repräsentativen Turm erhalten, den der italienische Architekt Andrea Spezza bis 1610 vollendete. Die letzte vollständige Sanierung des Schlossturms liegt etwa 150 Jahre zurück.

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