Innenstadt

Neujahrsputz in der Innenstadt

Rund 20 Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinde Oldenburg füllten beim Neujahrsputz in der Innenstadt die Müllbeutel mit Böllerresten.

Zum vierten Mal beteiligt sich die Ahmadiyya Gemeinde Oldenburg am Neujahrsputz.
Foto: privat

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Oldenburg/am/pm – In zahlreichen deutschen Großstädten wird am Neujahrsmorgen nicht nur von den Stadtreinigungen saubergemacht, sondern auch von der Jugendorganisation „Majlis Khuddam-ul Ahmadiyya Deutschland“ (MKAD). Seit vier Jahren ist die hiesige Reformgemeinde Ahmadiyya auch in der Oldenburger Innenstadt nach Silvester für diese Aktion unterwegs.

Nach einem gemeinsamen Morgengebet im Gebetsraum in Wardenburg starteten gegen 8 Uhr zirka 20 Jungen und Männer im Alter von sieben bis 40 Jahren mit ihrer Aktion. Aufgeräumt wurde entlang der Staulinie, Poststraße, Schlosswall, Theaterwall bis hin zum Julius-Mosen-Platz. Elf blaue Müllsäcke wurden bei der Sammelaktion mit dem Abfall der Silvesternacht gefüllt.

„Mit dieser Aktion möchte die Ahmadiyya Jugendorganisation einen riesen Dank an die Gesellschaft hier in Deutschland ausdrücken, dass wir Muslime hier unser Glauben in Frieden und Freiheit ausleben dürfen. Auch zollen wir damit Respekt und die Wichtigkeit des im Grundgesetz verankerten Guts der Religionsfreiheit. Mittlerweile – und trauriger Weise – global betrachtet keine Selbstverständlichkeit mehr im 21. Jahrhundert“, so die Vertreter der Ahmadiyya Gemeinde Oldenburg.

Waqar-e-Amal

Zum Sinn der Aktion erklärt die Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR / MKAD: „Der Islam lehrt, dass der Mensch geboren wurde, um Gott und seinen Menschen zu dienen. Diese Maxime gilt als Leit- und Lehrsatz der ehrenamtlichen Tätigkeiten im Rahmen unserer Abteilung ‚Waqar-e-Amal‘, welche wörtlich übersetzt ‚Ehrenvolle Arbeit‘ heißt. Weiter ausführend bedeutet Waqar-e-Amal sich selbst und anderen ohne Gegenleistung mit eigener Hand zu helfen. Dieser Grundsatz hat einen sehr tiefgehenden philosophischen Hintergrund, welcher unter anderem zum Ziel hat, Barrieren sozialer Unterschiede zu brechen und somit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten. Dieses Ziel können wir jedoch nur gemeinsam mit den Mitbürgern unserer Stadt erreichen.“

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1 Kommentar

  1. Erwin Juhl
    3. Januar 2015 um 20.45

    48 Stunden nach dem großen Geböller sah es stellenweise noch schlimm aus. Da hilft eine Initiative, wie die der Ahmadiyya Jugendorganisation, soviel wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn jeder am Neujahrstag vor seinem Heim, Lokal etc aufräumen würde, wäre unsere Stadt schnell wieder rein. Das geht auch bei Mehrparteienhäusern und Wohnanlagen! Aber das realisieren wohl nur die wenigsten.

    „Ein jeder kehre vor seiner Tür, / Und rein ist jedes Stadtquartier“
    Diese Redensart ist seit dem 16. Jahrhundert belegt, wahrscheinlich aber älter. Goethe hat sie in seinen „Zahmen Xenien“ (9. Buch) gestaltet.