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Ossietzky-Mahnmal verhüllt

Das Carl-von-Ossietzky-Mahnmal auf dem Uni-Campus wurde verhüllt, um auf die Situation der  Rohingya in Myanmar aufmerksam zu machen.

Das Carl-von-Ossietzky-Mahnmal auf dem Uni-Campus wurde verhüllt, um auf die Situation der Rohingya in Myanmar aufmerksam zu machen.
Foto: AStA

Oldenburg (zb/pm) Unbekannte haben das Carl-von-Ossietzky-Mahnmal auf dem Uni-Campus mit schwarzem Stoff verhüllt, um auf die politische Situation um die Rohingya in Myanmar hinzuweisen. Ein Banner davor zitiert Ossietzky: „Denn wir können nicht an das Gewissen der Welt appellieren, wenn unser eigenes Gewissen schläft.“

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Im Studierendenparlament wurde mit allen Fraktionen auf der letzten Sitzung die Geschehnisse verurteilt und die Vertreibung und Ermordung der Rohingya, dabei handelt es sich um eine muslimische Minderheit im buddhistischen Myanmar, sowie die Situation in der die Geflüchteten mittlerweile in Bangladesch leben, als unmenschlich befunden. Das Präsidium im Senat wurde aufgefordert, die Studentenschaft über die Ereignisse zu informieren. Das Präsidium hatte sich allerdings im Senat dagegen entschieden.

„Grundsätzlich hegt der AStA Sympathien für diese Aktion. Dass gerade der heutige Tag (10. November) für solch eine Aktion gewählt wurde, hält der AStA allerdings für unglücklich, da es den Anschein erwecken könnte, als würden die Verbrechen in Myanmar mit den Verbrechen der Shoah gleichgesetzt werden“, heißt es in einer Stellungnahme des AStA.

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2 Kommentare

  1. Volker
    13. November 2017 um 18.48 — Antworten

    Die Aktion passt sehr gut zu der heutigen Aktion von Bob Geldof, der in Dublin aus Protest gegen die Regierung in Myanmar seine Ehrenbürgerschaft zurückgab.
    Ich zitiere die Stuttgarter Zeitung nach einer dpa-Meldung:
    „Der irische Rockmusiker und Live.Aid-Gründer Bob Geldof (66) gibt aus Protest gegen Aung San Suu Kyi und die ‚ethnischen Säuberungen‘ gegen die Rohingya-Minderheitin Myanmar eine Auszeichnung zurück. Er wolle den Ehrenpreis der Freiheit der Stadt Dublin am Montagmorgen bei der Verwaltung einhändigen, sagte Geldof in einer Stellungnahme am Sonntagabend. Er sei zwar stolz darauf, Dubliner zu sein, wolle aber nicht den gleichen Titel tragen wie Suu Kyi. Die Assoziation der Friedensnobelpreisträgerin mit der irischen Hauptstadt ‚beschämt uns alle‘. Sie habe sich zur ‚Dienerin des Genozids‘ gemacht. Allerdings hofft Geldof darauf, den Ehrentitel zukünftig wieder tragen zu dürfen. Sobald Suu Kyi die Freiheit Dublins aberkannt werde, werde er den Titel mit Stolz zurücknehmen.“
    Aung San Suu Kyi ist Trägerin des Friedensnobelpreises.

  2. Gautama
    13. November 2017 um 18.58 — Antworten

    Merkwürdig, als die Muslims in Myanmar die Buddhisten mordeten, war es merkwürdig ruhig im Gewissensbusiness.

    Müssen die Buddhisten wohl mal an ihrer PR Abteilung arbeiten….

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