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Oldenburger Gründer entwickeln geniales Fischfutter

Mit einem neuartigen Fischfutter die Meeresbestände schonen und zugleich Wasser- wie Antibiotikaverbrauch verringern – das ist Ziel eines Startups an der Universität Oldenburg.

Das Gründertrio (von links): Martin Ruder, Dr. Sabine Haas und Oscar Aragon Paredes.
Foto: Universität Oldenburg

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Oldenburg / red / pm – Mit einem neuartigen Fischfutter die Meeresbestände schonen und zugleich in der Zucht Wasser- wie Antibiotikaverbrauch verringern – das ist Ziel des jüngsten Startups an der Universität Oldenburg, das ein einjähriges EXIST-Gründerstipendium erhält.

Das Trio entwickelt ein Fischfutter, das ohne Fischmehl auskommt, nebenbei das Beckenwasser reinigt und Antibiotika in der Fischzucht nahezu überflüssig machen soll. Die vom Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Universität gecoachten Gründer erhalten eine Förderung in Höhe von 126.000 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Europäischen Sozialfonds.

Hinter der Idee des Oldenburger Studenten und Mitbegründers Oscar Aragon Paredes steht die Tatsache, dass der Fischkonsum weltweit steigt. Der hohe Fischmehlanteil in herkömmlichem Fischfutter birgt einerseits Risiken für die Artenvielfalt der Meere und bedeutet andererseits hohe Futterkosten etwa für Fischzuchtbetriebe. Genau an dieser Stelle setzen Paredes und seine beiden Mitstreiter, Dr. Sabine Haas, Fischernährungs- und Aquakultur-Expertin, sowie Betriebswirt Martin Ruder, an. Sie kombinieren pflanzliche Rohstoffe zu einem nährstoffreichen Fischfutter.

Dessen Komposition lässt sich an artspezifischen Nährstoffbedarf, Alter und Größe der zu kultivierenden Fische anpassen. Antimikrobiell wirkende Stoffe reinigen das Wasser und ermöglichen es auf diese Weise, bis zu 35 Prozent des Wasserverbrauchs einzusparen. Zugleich minimieren sie das Krankheitsrisiko der Fische und machen so Antibiotika entbehrlich.

Das Trio Haas, Paredes und Ruder hatte bereits 2014 mit seiner Gründungsidee erfolgreich am Wettbewerb der Gründer-Garage teilgenommen und unter mehr als 800 eingereichten Ideen den 9. Platz erreicht. Das damalige Urteil eines Jurors: „Mein absoluter Favorit. Logisch und einfach genial!“

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