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Kulturrat: Beste Form der Kulturförderung eine Impfpflicht

Konzert-Absage in Corona-Zeiten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmermann, spricht sich klar für eine Impfpflicht aus. Einen Lockdown hingegen gelte es, wenn möglich, zu vermeiden, sagte er dem Nachrichtenportal Watson.

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„Die beste Form der Kulturförderung ist eine Impfpflicht“, so Zimmermann. „Hätte die Politik rechtzeitig gehandelt, wäre uns das, was wir jetzt haben erspart geblieben.“ Er fordere von der Politik nun im Namen der Kulturbranche zwei Dinge: „Erstens müssen wir mit dieser Pandemie endlich Schluss machen. Wir können nicht im nächsten Jahr weitermachen mit diesem Mist.“

Man müsse anfangen, sich und seine Mitmenschen zu schützen – das sei die Pflicht der Freiheit. „Deshalb fordere ich schon seit Monaten eine Impfpflicht.“ Er verstehe, dass nichts ausgeschlossen werden könne. Wenn ein Lockdown die einzige Möglichkeit sei, die aktuelle Lage in den Griff zu bekommen, müsse das sein – aber das allerletzte Mal.

Und dann für alle Branchen gleichermaßen. Die zweite Forderung des Kulturrats-Chefs: „Es muss so wenig wie möglich geschlossen werden. Und wir wollen nicht schlechter behandelt werden, als andere Branchen. Wenn die Menschen zu Fußballspielen in überfüllte Stadien gehen dürfen, dann sollten sie auch das Kino besuchen dürfen.“

Foto: Konzert-Absage in Corona-Zeiten, über dts Nachrichtenagentur

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4 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    1. Dezember 2021 um 17.58

    Ich distanziere mich als Künstler ausdrücklich von dieser Aussage, ja, ich halte sie für absolut skandalös. Die Kunst ist nicht dazu da, zuallererst Profit zu machen, sondern Menschen positiv zu bestärken und in der Kommunikation zur Bildung beizutragen. Das widerspricht der Idee, genau diese Menschen körperlich mit Zwang zu verletzen und womöglich sogar zu vergiften. Offensichtlich ist Herr Zimmermann eine ganz klare Fehlbesetzung in der jetzigen Position.

  2. Manfred Murdfield
    3. Dezember 2021 um 10.04

    Ich verstehe Herrn Zimmermann so, dass er sich (und „die Kunst“) indirekt gegen Esoteriker, unsolidarische Verweigerer und die Freiheit anderer verhindernden „Mitmenschen“ ausspricht. Ein Zwischenahner Telegram-Hetzer und Reichsbürger ist ja zum Glück verhaftet. Weiter so.

    • W. Lorenzen-Pranger
      4. Dezember 2021 um 0.00

      Das geht für mich aus diesem Artikel nicht hervor. Ich verstehe das so, daß er undifferenziert den sogenannten Mainstream eins zu eins übernimmt. Eine Schande sonder Gleichen, denn seriöse (!) Argumente gäbe es genug, würden sie denn überhaupt noch publiziert. Selbst Leute wie Precht, ein braver bürgerlicher Spießer wie er im Buche steht, werden ja inzwischen als „Schwurbler“ denunziert. Dabei haben die meisten Befürworter einer Impfpflicht z.B. meist nicht ein einiges eigenständiges Argument, sie plappern halt nach, was sie vorgesetzt bekommen. Auf der Seite gibts mehr „Schwurbler“ als sonstwo – und nein, sowas wie Hildmann (oder ähnliche) gilt nicht als Argument, abgedrehte Spinner gibts auf beiden Seiten und gabs schon immer auf allen Demos, ob nun LInks oder Rechts oder sonstwo.

    • W. Lorenzen-Pranger
      4. Dezember 2021 um 1.21

      Kleiner Nachtrag.
      „…Volker Boehme-Neßler, Staats- und Verfassungsrechtler an der Uni Oldenburg, ist „schockiert über dieses Urteil…“
      Gemeint ist das Urteil des Verfassungsgerichts zur „Bundesnotbremse“. Das Thema hat eben sehr viele Facetten, nicht nur eine – und Herr Boehme-Neßler ist vermutlich eher auch kein „Alu-Hut Träger“. Das Zitat stammt übrigens aus der „Welt“. Eine andere „große“ Zeitung, die für ihn sicher näher gewesen wäre, schweigt zu solchen Themen übrigens.
      Daß ich der Springer Presse eines Tages mal für ihre kritische Haltung, fast schon als einziger Zeitungskonzern in diesem Land, dankbar sein würde – für mich als „Linken“ kaum auszudenken.