Kultur

„Kino für die IS-Opfer“

Nursen Yenirce, Sosse Akbas, Janis Vogt und Bahar Tolan sammeln am Sonntag in der Kulturetage Oldenburg Spenden unter dem Motto Kino für die IS-Opfer.

Nursen Yenirce, Sosse Akbas, Janis Vogt und Bahar Tolan (von links) sammeln am Sonntag in der Kulturetage Oldenburg Spenden unter dem Motto „Kino für die IS-Opfer“.
Foto: Volker Schulze

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Oldenburg (vs) – Seit Dezember engagieren sich Nursen Yenirce, Sosse Akbas, Janis Vogt, Bahar Tolan, Yasemin Tolan und Jihan Yunes in der Kulturetage für Flüchtlinge aus dem Irak. Die nächste Aktion der Oldenburgerinnen findet am Sonntag, 29. März, 18 Uhr, zum Film „Welcome“ statt.

Die Filme zu denen sie für die Kriegsflüchtlinge aktiv sind, werden von ihnen selbst ausgewählt. Ihre Spendensammlungen führen die jungen Frauen regelmäßig in der Kulturetage durch zu Kinovorstellungen im Cine k und Veranstaltungen im Theater k. Gegen Spenden nach eigenem Ermessen bieten sie selbst hergestellte kleine Snacks und Getränke an.

Spenden kommen ohne Abzüge bei Hilfsorganisationen an

Der Erlös kommt den Organisationen „Our Bridge“, „Heyve Sor“ und der Familienstiftung „HRD Stiftung“ zu Gute. Die Organisationen helfen Kriegsopfern in den vielen Flüchtlingscamps im Irak, Syrien und der Türkei. Die Herkunft einiger der jungen Frauen ist das Dorf Beşiri in der südöstlichen Türkei. Viele Flüchtlinge leben dort. Die Stiftung wurde von der Familie von Nursen Yenirce gegründet, deren Vorfahren aus Beşiri stammen. „Jede Spende ist zurückverfolgbar, die Kosten für die Verwaltung übernehmen Sponsoren“, versichert Bahar Tolan.

Besucher der Kulturetage spenden über 1000 Euro

Bisher spendeten die Besucher über 1000 Euro. Die Sechs erfahren eine sehr positive Spendenbereitschaft und Offenheit für Gespräche zu der Situation in den Flüchtlingscamps. „Wir freuen uns, dass es hier so viele Menschen gibt, die helfen wollen und so großzügig spenden“, freut sich Bahar Tolan und ergänzt: „Wir sind auch überwältigt über die Hilfe von den Mitarbeitern vom Cine k und der Kulturetage.“ Aufgrund des bevorstehenden Umbaus im Cine k und Theater k haben die sechs Oldenburgerinnen Kontakt mit dem Verein IBIS und der Uni aufgenommen, um dort ihre Spendenaktionen fortzusetzen.

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