Festival

Das Polyestival rückt näher

Beinahe traditionell findet am Vatertag das Polyestival statt. Alexander Paul Rausch spricht im Interview über die Idee und Neuigkeiten des Oldenburger Festivals.

Beim Polyestival kommt das Publikum ins Gespräch.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg (am) – Beinahe schon traditionell findet am Vatertag das Polyestival im Oldenburger Klub Polyester statt. Über die Idee bis hin zu den Neuigkeiten unterhielt sich die OOZ-Redaktion mit einem der zwei Organisatoren, Alexander Paul Rausch von der Veranstaltungsagentur Ghetto, Mumu und Lipstick. Der Vorverkauf von limitierten Spezial-Tickets für das Festival, das am 13. und 14. Mai stattfindet, endet am 11. April.

OOZ: Wie kam es 2013 zum ersten Polyestival?

Alexander Paul Rausch: Die Idee dazu hatte Stefan Mühlhaus vom Polyester. Sein Anliegen war es, mit dem Festival eine Alternative zu den üblichen Vatertagsfeiereien zu bieten. Das Grundkonzept der Veranstaltung entwickelte sich aus seinem Vorschlag, Bands im „Schaufenster“ des Klubs auftreten zu lassen. Schlussendlich entschieden wir uns für zwei Bühnen, die abwechselnd über den Tag bespielt werden sollten.

OOZ: Von Beginn an warst Du mit von der Partie. Was sind Deine Aufgaben bei der Organisation?

Alexander Paul Rausch: Seit 2008 organisiere ich Veranstaltungen in Oldenburg und hatte somit schon Kontakte zu verschiedenen Bands. Ich kümmerte mich um das Line-up. Beim ersten Polyestival spielten ausschließlich Bands aus Oldenburg und umzu. 2014 traten dann schon zahlreiche überregionale Künstler unter anderem aus Berlin, Hamburg, Osnabrück und Braunschweig auf. Übernachtungen, Verpflegung usw. mussten geplant werden.

OOZ: Im vergangenen Jahr konntest Du bereits um die 250 Festivalbesucher begrüßen. Das Konzept scheint aufzugehen?

Alexander Paul Rausch: Ich glaube, dass das Festival deshalb so gut ankommt, weil neben dem musikalischen Programm mit vielen überraschenden Höhepunkten die familiäre und friedliche Stimmung gefiel. Rund um den Klub können die Gäste klönen, vegan essen und eben richtig gute Acts erleben. Natürlich steht die Verschiedenartigkeit und das Verbindende der dargebotenen Livemusik im Mittelpunkt. Das zweite Festival wurde zudem durch das Funktion One Soundsystem von Hi-Fi Science Fiction aufgewertet. Das sorgte für ein Mehr an High End Hörerlebnis.

OOZ: Was war Dein Highlight beim 2. Polyestival?

Alexander Paul Rausch: Wenn ich überhaupt Zeit zum Zuhören hatte … Ich habe mich gefreut, dass die so unterschiedlichen Bands super angekommen sind. Einige Gruppen haben selbst mich noch überrascht, obwohl ich sie vorher kannte. Die Bandauswahl war etwas extravagant und ich war sehr erleichtert, dass sie gefallen hat.

OOZ: Nun steht das 3. Polyestival vor der Türe. Was gibt es Neues?

Alexander Paul Rausch: Das Festival wird internationaler. Wir haben Gruppen aus Dänemark, England, Italien, den Niederlanden und viele Bands aus Berlin am Start. Beinahe jeder coole Act aus der Hauptstadt ist aus meiner Sicht beim Polyestival. Neu ist natürlich, dass das Festival zweitägig wird, wir beginnen mit einem Vorabend am Mittwoch. Die Herausforderung war, die Bands – bisher stehen elf Acts fest – unter einen Hut zu bekommen und sie so zu verteilen, dass beide Tage rund werden. Ich denke, dass uns das gelungen ist.

OOZ: Worauf freust Du sich besonders?

Alexander Paul Rausch: Dass es mit dem Duo Palvine und somit mit Tim Coehoorn und Kassandra Papak geklappt hat, finde ich klasse. Kassandra ist bereits vom letzten Festival bekannt, als sie mit Parfum Brutal im Polyester gespielt hat. Die Oldenburger kennen sie auch von ihren Auftritten mit I’m not a Band. Aber natürlich freue ich mich auf alle.

OOZ: Wir danken für das Gespräch. (am)

Die VVK-Karten (100 Stück für 15 Euro / beide Veranstaltungstage) sind bis zum 9. April im Polyester (Am Stadtmuseum 15) und bei Veggiemaid (Gartenstraße 15 und Damm 32) und per E-Mail an info@polyester-klub.de erhältlich.

An der Abendkasse am Mittwoch, 13. Mai, ab 19 Uhr kostet der Eintritt 8 Euro, am Donnerstag (Himmelfahrt), 14. Mai, ab 15 Uhr 14 Euro. Kombi-Ticket für beide Polyestival-Tage: 18 Euro.

Bisheriges Line-up des Polyestivals

Children (Indiepop, Electropop, Berlin)

Kitty Solaris (Indiepop, Berlin)

Back mir Brot (Pop, Oldenburg)

The History of Colour TV (Noise, Berlin)

Gurr (Garage Rock, Berlin)

Town Portal (Math Rock, Kopenhagen, Dänemark)

Schonwald (Wave, Ravenna, Italien)

Billion One (Abstract Beats, Post Ambient Electronics, Samples, Oldenburg)

She makes War (Pop, Bristol, UK)

Palvine (Pop, Berlin)

Far Ed (DJ, Deep House, Oldenburg)

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