Ausstellung

Farbenprächtige Kunst lädt zur Phantasiereise ein

Mit der Ausstellung Kunst braucht Freiheit – Otmar Alt zum 75sten wird der Künstler im Stadtmuseum Oldenburg geehrt.

Otmar Alt, Besuch beim Künstler, 2014, Acryl auf Leinwend, Otmar Alt-Stiftung: Foto:
Thomas Kersten

Oldenburg (zb) Mit der Ausstellung „Kunst braucht Freiheit – Otmar Alt zum 75sten“ wird der Künstler im Stadtmuseum Oldenburg geehrt. Noch bis zum 26. Februar sind über 100 Gemälde aus der Zeit zwischen 2014 und 2015 zu sehen. Otmar Alt will mit seiner fröhlichen, frischen und lebendigen Kunst dichter an den Menschen sein, eben ein breites Publikum erreichen und dazu gehören unbedingt auch Kinder, die in der Ausstellung ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Er hat sich von rein abstrakter Kunst verabschiedet und malt überwiegend gegenständlich.

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Nach einer Lehre als Schaufenstergestalter und Plakatmaler in Berlin studierte Alt an der dortigen Hochschule für Bildende Künste. Orientierte er sich anfangs an der abstrakten Kunst, nahmen seine Arbeiten ab 1965 figurative Züge an. Alt entwickelte zunehmend seinen eigenen Stil, der sich in keine bestimmte Kunstgattung einordnen lässt. „Sein bevorzugtes Thema, das er kontinuierlich weiterentwickelte, ist die Verbindung farbiger Elemente mit Fantasiegestalten“, erläutert Franziska Boegehold, die die Ausstellung koordiniert.

Bekanntheit erlangte der in Nordrhein-Westfalen lebende Künstler vor allem durch seine Skulpturen im öffentlichen Raum. Auch sie sollen den Alltag mit Kunst bereichern, die jedem zugänglich sein kann. Alts Kunst ist experimentell, facettenreich und offen – getreu seinem Motto „Kunst, die man erklären muss, ist langweilig“.

Er malt immer in Acryl, mit dem Pinsel aber auch mit den Fingern und trägt dabei gerne dick auf. Bevor seine großformatigen Arbeiten entstehen, malt er kleinformatige Bilder. Bei denen im Stadtmuseum gezeigten Gemälden wird dem Betrachter garantiert nicht langweilig. Es handelt sich um etwa ein Dutzend Zyklen, die sich verschiedenen Themen widmen. So lässt Alt in den Serien „Postadresse Atelier“ oder „Die Woche des Künstlers“ die Betrachter quasi über seine Gemälde in sein Atelier blicken.

„Das Entdecken konkreter Bildinhalte oder die Interpretation von Zusammenhängen überlässt er dabei ganz bewusst den Betrachtern, mit denen er über seine Bilder in einen Dialog treten möchte“, erklärt Boegehold. Zu entdecken sind Menschen, Fantasietiere und verschiedenste Gegenstände, die sich in den puzzleartig aneinander gefügten Farbfeldern mit markanten Umrisslinien zu verstecken scheinen. Markant ist bei allen Bildern vor allem die enorme Farbigkeit. Seine Arbeiten haben auch etwas Comichaftes und er bringt durchaus Struktur durch geometrische Formen hinein.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der für 26 Euro an der Museumskasse erhältlich ist. Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Informationen gibt es unter www.stadtmuseum-oldenburg.de.

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