Ausstellung

Mitmach-Stationen entführen in Lebenswelten

Abwechslungsreich gestaltet sich das Programm des Oldenburger Landesmuseum für Natur und Mensch im neuen Jahr. Im Mittelpunkt stehen die aktuellen Sonderausstellungen Weil wir Mädchen sind und Eigen und fremd in Glaubenswelten.

Die Ausstellung „Weil wir Mädchen sind“ animiert Kinder zum Mitmachen und Ausprobieren.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb) – Abwechslungsreich gestaltet sich das Programm des Oldenburger Landesmuseum für Natur und Mensch im neuen Jahr. Im Mittelpunkt stehen die aktuellen Sonderausstellungen „Weil wir Mädchen sind“ und „Eigen und fremd in Glaubenswelten“.

Die Erlebnisausstellung „Weil wir Mädchen sind“ vom Kinderhilfswerk Plan International wird noch bis zum 12. April gezeigt. Sie thematisiert mit vielen Mitmachstationen die Lebenswelten von Mädchen in Asien, Afrika und Lateinamerika.

In ihrem Zeichen steht der traditionelle Familiensonntag am 15. Februar von 10 bis 18 Uhr. Unter dem Motto „Nachgedacht – selbst gemacht!“ können Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Kreativwerkstätten traditionelle Handwerkstechniken wie Korbflechten oder den Umgang mit der Handspindel ausprobieren oder einen „Indiaca“, ein indianisches Wurfspiel, fertigen. Was sich aus Kronkorken alles machen lässt, zeigt MACH!bar, eine Initiative der Evangelischen Jugend Wesermarsch. Familiengerechte Kurzführungen geben einen Einblick in die aktuellen Sonderausstellungen.

Die Ausstellung „Eigen und fremd in Glaubenswelten“ führt noch bis zum 12. April durch Glauben und Bräuche verschiedener Kulturen quer durch Zeit und Raum.

Wer die Ausstellung „op platt“ kennenlernen möchte, kommt am 8. Februar um 15 Uhr in den Genuss einer plattdeutschen Führung. Ein CaféGespräch am 17. Februar um 15.30 Uhr bietet dagegen die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen mit Museumsleiter Peter-René Becker über provokante Thesen der Ausstellung zu diskutieren.

Glaubenswelten sind in diesem Quartal auch Inhalt der inzwischen etablierten Reihe „Von Film zu Film die Welt verstehen“. Das einzigartige Bildmaterial des Dokumentarfilmers Hermann Schlenker wurde für die Vorführungen neu zusammengestellt. Um religiöse Vorstellungen und Feste der Dogon und der Bozo im afrikanischen Mali, die Hermann Schlenker 1965 filmte, dreht es sich in den Filmen am 5. und 12. Februar. Am 19. März führt uns die Reihe nach Äthiopien zu den weltberühmten Felsenkirchen.

Im Jahr 1983 reiste der Filmemacher zu den im 12. Jahrhundert in den Fels gehauenen christlichen Stätten. Zum Osterfest erlebte und begleitete er die Menschen, die hier die Auferstehung feierten oder ihre Kinder tauften. Die Filmvorführungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Erstmals im Begleitprogramm finden sich auch zwei Workshops für Erwachsene. Unter der Überschrift „Besser spenden“ gibt Ise Bosch, Autorin und Vorsitzende der Dreilinden Gesellschaft für gemeinnütziges Privatkapital, Interessierten am 22. Januar von 19.30 bis 21.30 Uhr Unterstützung bei der schwierigen Frage nach dem richtigen Zweck und der persönlich passenden Weise einer Spende. Gemeinsam wird ein individueller Spendenplan erarbeitet.

Hinter dem Titel „Spinnst du? Na klar!“ versteckt sich dagegen das Angebot, das alte Handwerk des Spinnens mit einer Handspindel zu erlernen und auszuprobieren. Zwei Stunden lang geht es am 22. Februar ab 14 Uhr um Material, Bedeutung und Methoden des Spinnens.

Das Programmheft „20fünfzehn“ liegt in den Kulturinstitutionen Oldenburgs aus. Weitere öffentliche Sonntagsführungen, ansprechende Workshops und Ferienaktionen für Kinder unterschiedlichen Alters sowie Vorträge finden sich Programmheft oder im Terminkalender auf der Homepage des Museums unter www.naturundmensch.de.

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