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Online-Ausstellung: 500 Jahre Oldenburger Kartographie

Das Stadtmuseum Oldenburg bietet ab sofort unter dem Titel Vermessen – Oldenburger Karten und Pläne eine Online-Ausstellung.

Wahrhaftige Contrafactur Der Gräfflichen Stadt Oldenburgh, Urheber: Pieter Bast, Radierung auf dünnem Papier, Oldenburg 1598.
Foto: Thomas Robbers

Oldenburg (am/pm) Das Stadtmuseum Oldenburg öffnet seine Sammlung von Karten und Plänen zur Geschichte Oldenburgs für Online-Einblicke. Auf der Internetseite des Museums ist eine Ausstellung mit dem Titel „Vermessen – Oldenburger Karten und Pläne“ entstanden, die die virtuellen Besucher in 500 Jahre Oldenburger Kartographie entführt.

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Die Kartenwerke umfassen alle wesentlichen, bis heute erschienenen Stücke vom ausgehenden 16. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit. Seit 2013 wird der insgesamt etwa 2500 Exponate umfassende Bestand auf der Grundlage einer bereits in den 1980er Jahren erfolgten Ersterfassung digitalisiert. „80 aus unserer Sicht besonders wichtige, zu einem kleineren Teil auch noch weitgehend unbekannte Karten haben wir für diese Online-Präsentation ausgewählt“, sagt Museumsleiter Dr. Andreas von Seggern. Neben bekannten Exponaten, etwa der ersten seriösen Stadtansicht von Pieter Bast aus dem Jahre 1598 oder dem sehenswerten „Vollimhaus-Plan“ der ausgehenden 1820er Jahre, wurden auch Gesamtansichten des Oldenburger Landes sowie Detailkarten der Stadt hinzugefügt, um den Facettenreichtum der Sammlungen aufzuzeigen.

Plan der Stadt Oldenburg mit Umgegend (1702).

Plan der Stadt Oldenburg mit Umgegend (1702), Urheber: W.A. Hunrichs, Tusche, Handzeichnung, o.O. und o.J.
Foto: Thomas Robbers

Das Stadtmuseum erfülle damit sukzessive nicht nur eine Kernaufgabe heutiger Museen, die nachhaltige Digitalisierung historischer Überlieferung, sondern wolle darüber hinaus die interessierte Öffentlichkeit an der Sammlungsarbeit des Stadtmuseums Oldenburg teilhaben lassen, betont von Seggern. Auch wenn es die Kapazitäten nicht immer wie gewünscht zu lassen würde, werde das Museum – parallel zur angestrebten Erweiterung der Räumlichkeit – diesen Weg in den kommenden Jahren mit weiteren, bereits in Planung befindlichen Online-Präsentationen fortsetzen. Dabei hofft von Seggern auch, dass etwas nicht zu kurz kommt, was man leider noch immer nicht unbedingt mit Museen in Verbindung bringe: „Man soll – jenseits aller intellektuellen Ansprüche – schlicht und einfach Freude beim Anblick der Karten aus 500 Jahren Oldenburgischer Kartographie empfinden.“ Daher sei die Betextung der Karten bewusst auf Stichworte beschränkt geblieben, um dem Entdeckerdrang der Betrachter nicht vorzugreifen.

Hier geht es zur Ausstellung: www.stadtmuseum-oldenburg.de/online-karten

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